Wenn ein Clown zum Polit-Experten wird: Niveau-Kollaps!
Suhaib Hoffmann
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Wenn ein Clown zum Polit-Experten wird: Niveau-Kollaps!
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Suhaib Hoffmann
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Oliver Pocher sitzt in einer politischen Talkshow und erklärt, was „Islamismus“ sei, warum Muslime angeblich ein gesellschaftliches Problem darstellen – und leugnet ganz offen den Genozid in Gaza.
Doch genau darum geht es in diesem Video nicht nur.
Denn Oliver Pocher ist nicht die Ursache dieser Entwicklung. Er ist ihr Ergebnis.
Wenn ein Comedian ohne jegliche Kompetenz heute selbstverständlich über Islam, Muslime, Migration, gesellschaftliche Konflikte und Gaza urteilen kann, dann zeigt das vor allem, auf welchem Niveau die politisch-mediale Debatte über Islam und Muslime inzwischen angekommen ist.
Seit Jahren werden dieselben islamfeindlichen Narrative reproduziert: Islam als Gefahr, Muslime als Integrationsproblem, islamische Werte als Hindernis und Anpassung an westliche Wertvorstellungen als Maßstab für „gelungene Integration“. Was als Integrationsdebatte verkauft wird, bedeutet in Wahrheit Assimilationsdebatte.
Oliver Pocher hat diese Narrative nicht erfunden. Er hat sie konsumiert – und gibt sie nun im Fernsehen wieder.
Warum sollten Politiker, Journalisten, selbsternannte Islam-Experten oder Fernsehprominente darüber bestimmen, wie wir unseren Islam verstehen, welche islamischen Positionen akzeptabel sein sollen oder wie wir unsere eigene Identität zu bewerten haben?
Dieses Video handelt deshalb am Ende weniger von Oliver Pocher als von einer viel grundsätzlicheren Frage:
Wer besitzt eigentlich die Deutungshoheit über Islam und Muslime – und warum überlassen wir sie überhaupt anderen?