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15 VERGESSENE Gerichte aus Opas Henkelmann

Als Oma noch kochte

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15 VERGESSENE Gerichte aus Opas Henkelmann

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Als Oma noch kochte
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Jeden Morgen, lange bevor es hell wird, steht ein blau-weiß gesprenkeltes Emaillegefäß auf dem Küchentisch. Eine Frau füllt es mit dem, was am Abend zuvor für die ganze Familie im Topf war. Der Henkel hält den Deckel fest, damit unterwegs nichts überschwappt – und um zwölf Uhr mittags steht dieses Gefäß im Wasserbad am Ofen der Halle, zwischen Werkbank und Maschine, und wird noch einmal warm wie zu Hause. Dieses Gefäß hat einen Namen, den heute kaum noch jemand ausspricht: der Henkelmann. Er gilt als Erfindung der Bergleute und war bis in die fünfziger und sechziger Jahre so selbstverständlich wie der Kohleherd. Dann bauten die Betriebe Kantinen, und er verschwand beinahe über Nacht. Heute liegt er hinter Glas – im Heimatmuseum Reutlingen als mehrstöckiges Stück, beim LVR-Industriemuseum als eigene Objektgruppe. Und in jeder Gegend hieß er anders: Döppen, Kimmel, Knibbel, Mitchen, Menagereindl, Bitscherl, Gamelle. In diesem Video zählen wir von fünfzehn bis eins herunter: fünfzehn Gerichte, die unsere Großväter jeden Morgen mit zur Schicht nahmen. Die ersten würden Sie sich heute noch selbst einpacken – Eintopf vom Vortag, Bratkartoffeln, die im Blech weich wurden, Kartoffelsalat mit Brühe statt Mayonnaise. Dazwischen erfahren Sie, warum der Henkelmann Transportgefäß und Kochtopf in einem war, warum nichts Knuspriges je heil in der Halle ankam und warum bei den mehrstöckigen Modellen unten warm und nass, oben trocken galt. Bei den letzten Plätzen werden Sie den Kopf schütteln. Denn was auf Platz eins kalt im Blech neben der Maschine stand, käme heute durch kein Werkstor mehr. Schreiben Sie uns: Hatten Sie einen Henkelmann zu Hause – und wie hieß er bei Ihnen, Döppen, Kimmel, Menagereindl oder Gamelle? Und wenn er heute noch irgendwo im Schrank steht: Was war zuletzt darin? Abonnieren Sie „Als Oma noch kochte“ für weitere vergessene Gerichte und Küchenrituale von 1940 bis 1975. KAPITEL #VergesseneRezepte #Henkelmann #OmasKüche #Nostalgie 0:00 Eine Blechbüchse auf dem Küchentisch 1:45 Platz 15 & 14 – Eintopf vom Vortag und weiche Bratkartoffeln 3:14 Platz 13 bis 11 – Kartoffelsalat mit Brühe, Linsen mit Spätzle, Erbseneintopf 5:26 Der Henkelmann selbst – Blech, Henkel und Wasserbad 7:33 Döppen, Menagereindl, Gamelle – ein Gegenstand, ein Dutzend Namen 8:59 Platz 10 & 9 – Sauerkraut mit Speck und Pichelsteiner 10:38 Platz 8 bis 6 – Graupensuppe, Milchreis und das Schmalzbrot als Reserve 12:53 Platz 5 & 4 – Grünkohl mit Pinkel und Blindes Huhn 14:44 Platz 3 & 2 – Muckefuck in der Blechflasche und Himmel un Ääd 16:48 Platz 1 – Was kalt im Blech neben der Maschine stand 18:35 Der Deckel war der Teller 20:06 Kochen Sie eines dieser Gerichte nach QUELLEN de.wikipedia.org – Henkelmann: Material, Erfindung durch Bergleute, Wasserbad, Verbreitung bis in die 1950er/60er, regionale Namen DE/AT/CH – https://de.wikipedia.org/wiki/Henkelmann bawue.museum-digital.de – Heimatmuseum Reutlingen, Objekt „Kochgeschirr, Essgeschirr, Henkelmann, Henkeltopf“ – https://bawue.museum-digital.de/objec... lwl.org – LWL-Industriemuseum, Pressemitteilung „Sauerkraut mit Speck aus dem Henkelmann“ – https://www.lwl.org/pressemitteilunge... kult-westmuensterland.de – kult Westmünsterland, Objekt des Monats Juli 2023: Henkelmann – https://www.kult-westmuensterland.de/...