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Europa unter Druck: Wie kann die Politik mit ausufernden Ausgaben umgehen? (Diskussion)

ifo Institut

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Europa unter Druck: Wie kann die Politik mit ausufernden Ausgaben umgehen? (Diskussion)

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Ohne Werbung anschauen in unserer ifo Mediathek: https://www.ifo.de/mediathek/2026-07-... Munich Economic Debate 13. Juli 2026 18:00 - 19:30 CET/CEST Helge Berger, International Monetary Fund Clemens Fuest, ifo Institut Alexander Mühlauer, Süddeutsche Zeitung Helge Berger, Deputy Director in der Europaabteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin, sowie Andrew Hodge, stellvertretender Abteilungsleiter in der Europaabteilung des IWF, diskutieren die zunehmenden fiskalischen Belastungen in Europa. Alternde Gesellschaften, steigende Verteidigungsausgaben und die Kosten der Energiewende treiben die Staatsverschuldung in vielen europäischen Ländern nach oben. Alternde Gesellschaften treiben die Ausgaben für Renten und Gesundheitsversorgung in Europa nach oben. Gleichzeitig steigen die Kosten für Verteidigung und die Energiewende, da sich Regierungen für Kriege und geopolitische Spannungen rüsten müssen. Infolgedessen erhöhen die europäischen Länder ihre Kreditaufnahme deutlich. Die Staatsverschuldung droht in vielen Mitgliedstaaten untragbar zu werden – eine Belastung für künftige Generationen. Wie können wir dies verhindern, und was würde das für Bürger*innen und für Unternehmen bedeuten? Entschlossenes Handeln heute kann den Bedarf an schärferen Steuer und Ausgabenkürzungen in der Zukunft verringern. In ihrem Vortrag untersuchen Helge Berger und Andrew Hodge, beide Internationaler Währungsfonds (IWF), wie die europäische Politik handeln kann. Reformen zur Stärkung des Wachstums sind unerlässlich, da stärkeres Wachstum die Einnahmen des Staates erhöht und zur Stabilisierung der Verschuldung beiträgt. Den EU Binnenmarkt weiter zu vertiefen ist besonders wichtig: Es gilt administrative Hindernisse zu beseitigen, damit Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital innerhalb Europas freier zirkulieren können. Zudem müssen Regierungen ihre Ausgaben neu priorisieren, die Effizienz verbessern oder mehr Steuern einnehmen, um die Verschuldung im Griff zu behalten. In hoch verschuldeten Ländern könnten weitergehende Maßnahmen erforderlich sein, etwa Leistungen zielgenauer auszugestalten, Subventionen zu reformieren, oder die Nutzung bestimmter öffentlicher Dienstleistungen für wohlhabende Haushalte zu bepreisen sowie staatliche Unternehmen umzustrukturieren oder zu privatisieren. Gleichzeitig gilt es, Kernleistungen sicherzustellen und vulnerable Bevölkerungsgruppen zu schützen. Auf Basis einer länderübergreifenden Analyse in einem neuen Abteilungsbericht des IWF zeigt der Vortrag, wie eine geeignete politische Antwort aussehen könnte. Die Diskussion bietet zeitnahe Einsichten für politische Entscheidungsträger*innen, Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt. ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.