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August Gottfried Ritter (1811 - 1885) - Sonate Nr. 3 a-Moll Op.23 | LIVE - Eifert-Orgel Laucha

JRorgel

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August Gottfried Ritter (1811 - 1885) - Sonate Nr. 3 a-Moll Op.23 | LIVE - Eifert-Orgel Laucha

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Die vorliegende Aufnahme entstand beim Orgelkonzert zu den Lauchaer Orgeltagen 2026 am 18. September 2026. Auch wenn die Aufnahme nicht vollends überzeugt, sei das Instrument damit erstmals hier vorgestellt. August Gottfried Ritter wurde 1811 in Erfurt geboren und besuchte dort unter Anderem das Ratsgymnasium. Schon früh erhielt er Klavier- und Violinenunterricht bei Andreas Ketschau, wurde zudem durch Michael Gotthard Fischer. Ab 1828 besuchte Ritter das Lehrerseminar in Erfurt und wurde 1831 Organist an der Andreaskirche Erfurt, zugleich auch Lehrer an Augustiner- und Andreasschule. In den folgenden beiden Jahren besuchte er Unterricht bei Johann Nepomuk Hummel in Weimar, konnte 1834 dank eines Stipendiums gar in Berlin bei August Wilhelm Bach Unterricht nehmen. Hier entstand auch Kontakt mit Musikwissenschaftlern, die den jungen Ritter nachhaltig beeinflussten. Ab 1839 bekleidete er das Organistenamt an der Kaufmannskirche seiner Heimatstadt, bevor er 1844 als Domorganist nach Merseburg wechselte. Drei Jahre später fand Ritter die Berufung seines Lebens, als er in Magdeburg Domorganist werden und ab 1856 die größte Orgel Preußens durch Adolf Reubke bauen lassen konnte. Hier wurde er zum Orgelsachverständigen und -revisor, zum Musikdirektor und Professor ernannt. Das Vermögen seiner Frau ermöglichte ihm umfassende musikwissenschaftliche Studien, die im Werk „Geschichte des Orgelspiels“ gipfelten, welches auch durch die Finanzkrise ab 1873 unvollendet blieb. Ritter starb 1885 in Magdeburg. Er darf sich als wichtiger Vertreter der Deutschen Hochromantik und als Begründer der musikwissenschaftlichen Orgelforschung bezeichnen. Ritter schuf diverse Orgelwerke, darunter vier großformatige Sonaten, aber auch viele kleinere Werke wie Choralvorspiele in Sammlungen des 19. Jahrhunderts. Als Orgelrevisor war er unter Anderem für die Disposition der Wäldner-Orgel im Dom zu Halle verantwortlich. Ritters dritte Sonate ist Franz Liszt gewidmet. Das technisch anspruchsvolle, eigentlich einsätzig konzipierte Werk beginnt mit einem markanten, dreifach wiederholten Thema. Ein Recitativ und ein vom Orchesterklang inspirierter Mittelsatz mit Doppelpedal schließen sich an, worauf eine Wiederholung des Kopfmotivs und eine mit „Entschlossen“ konnotierte Vorstellung des eigentlich bedeutenden Themas folgt. Dieses verarbeitet der Komponist im Folgenden auf mannigfaltige Weise. Vor der Fuge, die thematisch von diesem Hauptmotiv inspiriert ist, folgt ein Rückgriff auf den Mittelsatz. Die Fuge endet mit einem Rückgriff auf das Anfangsmotiv, gefolgt von einem strahlenden Akkordblock. Die Orgel in der Stadtkirche Laucha (Unstrut) wurde 1888 durch Adam Eifert mit drei Manualen und 36 Registern erbaut. Die pneumatischen Kegelladen als besonders frühes Exemplar ihrer Gattung bedingen ein etwas ruhigeres Tempo. Bemerkenswert ist ferner das immens präsente Oberwerk. Weitere Informationen und Bilder: https://orgel-verzeichnis.de/laucha-u... #orgel #laucha #orgelvlog