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#019 Mut, das Rote anzusprechen: Olaf Böttger über kontinuierliche Verbesserung

der wertstrom

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#019 Mut, das Rote anzusprechen: Olaf Böttger über kontinuierliche Verbesserung

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Rot ansprechen, Mut zeigen: Warum psychologische Sicherheit die Grundlage jeder kontinuierlichen Verbesserung ist. Summary In dieser Episode von „der wertstrom" spricht Jörg Cwojdzinski mit Olaf Böttger, Vice President Innovation im Johnson Controls Business System, über kontinuierliche Verbesserung als tägliche Arbeit statt als Programm. Olaf blickt auf 27 Berufsjahre zurück, unter anderem bei Procter & Gamble und bei mehreren Tochterunternehmen von Danaher, bevor er im März 2026 zu Johnson Controls wechselte. Olaf beschreibt kontinuierliche Verbesserung über zwei Dimensionen: bessere Ergebnisse und die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Nur wenn beides zusammenkommt, ist Verbesserung aus seiner Sicht nachhaltig. Er erklärt außerdem, warum klassische Verbesserungsvorschlagswesen oft scheitern und wieso ein gemeinsamer Kaizen-Workshop mit sofortiger Umsetzung mehr Vertrauen schafft als ein bürokratisches Vorschlagswesen. Ein zentrales Thema ist der Reifegrad einer Organisation. Olaf unterscheidet zwischen reaktivem Firefighting, einer stabilisierten Phase und einem proaktiven Zustand, in dem Probleme erkannt werden, bevor sie überhaupt auftreten. Ohne einen verlässlichen Standard lässt sich dieser Fortschritt aus seiner Sicht nicht messen. Zur Rolle einer zentralen Abteilung für betriebliche Exzellenz sagt Olaf, sie sei vor allem in frühen Reifegraden wichtig, um Prioritäten zu setzen und lokale Teams zu befähigen. Langfristig sieht er sich selbst eher als Coach, der Mannschaften stark macht, statt als jemand, der die Probleme selbst löst. Weitere Themen sind der bewusste Blick auf Engpässe im Verbesserungsprozess, die Bedeutung psychologischer Sicherheit für ehrliche Rückmeldungen im Team sowie Chancen und Grenzen von kontinuierlicher Verbesserung im interkulturellen Umfeld. Zum Abschluss nennt Olaf drei Faktoren, die für ihn über den Erfolg kontinuierlicher Verbesserung entscheiden: Mut, das Rote anzusprechen, Demut gegenüber der Gruppe und Disziplin im täglichen Tun. Takeaways ✅ Kontinuierliche Verbesserung wirkt nur nachhaltig, wenn Ergebnisse und Mitarbeiterentwicklung gemeinsam im Blick bleiben. ✅ Ein klassisches Verbesserungsvorschlagswesen sollte nicht am Anfang stehen, sondern erst, wenn Vertrauen durch sichtbare Umsetzung entstanden ist. ✅ Prämien motivieren weniger nachhaltig als das Erleben, dass der eigene Vorschlag tatsächlich wirkt. ✅ Der Reifegrad einer Organisation zeigt sich daran, ob sie noch Feuer löscht oder Probleme schon erkennt, bevor sie entstehen. ✅ Ohne ein klares Soll lässt sich kein Ist bewerten, weshalb Standardisierung für Olaf kein Selbstzweck ist. ✅ Eine zentrale Abteilung für betriebliche Exzellenz ist vor allem in frühen Reifegraden wichtig und sollte sich mit steigendem Reifegrad selbst überflüssig machen. ✅ Verbesserung wirkt am stärksten, wenn sie gezielt auf Engpässe gerichtet wird statt überall gleichzeitig anzusetzen. ✅ Führungskräfte, die kontinuierliche Verbesserung selbst nicht leben, verlieren an Glaubwürdigkeit. ✅ Psychologische Sicherheit entscheidet darüber, ob Mitarbeitende überhaupt sagen, dass etwas nicht funktioniert. ─────────────────── Weiterführende Links: 👤 Gast dieser Episode: Olaf Böttger auf LinkedIn (  / olaf-boettger  ) 🎙️ Dein Host: Jörg Cwojdzinski auf LinkedIn (  / cwojdzinski  ) · der wertstrom auf LinkedIn (  / derwertstrom  ) · der wertstrom im Web (https://derwertstrom.de/) · Flussgrad1 GmbH (https://flussgrad1.de/) 📬 Newsletter: Betriebliche Exzellenz. Direkt in Dein Postfach. (https://derwertstrom.de/newsletter/) ─────────────────── Sie führen. Aber wer ist Ihr Sparringspartner? Fünf Tage Klausur für Geschäftsführer und Führungskräfte mit strategischer Gestaltungsverantwortung. Vertraulicher Austausch unter Gleichgesinnten, die verstehen, wovon Sie reden. Mehr unter Colloquium Inter Pares (https://colloquiuminterpares.de/) ───────────────────