Der Mitternachtsrat 🐈⬛🌙 | Musikalische Kurzgeschichte
Anna Mitternacht
0:00 / 0:00
Der Mitternachtsrat 🐈⬛🌙 | Musikalische Kurzgeschichte
93 просмотра · 6 дней назад
Anna Mitternacht
64 подписчика
93 просмотра · 6 дней назад
DER MITTERNACHTSRAT 🐈⬛🌙
Was machen Katzen eigentlich, wenn wir nachts schlafen?
Vielleicht wissen wir es besser gar nicht. 🤭
In Der Mitternachtsrat folgt eine junge Frau ihrer Katze, die jede Nacht kurz nach Mitternacht heimlich das Haus verlässt. Schon bald merkt sie, dass sie nicht die Einzige ist: Aus Straßen, Hauseingängen und über Mauern kommen immer mehr Katzen und verschwinden gemeinsam in einem alten Hinterhof neben dem Friedhof.
Dort beginnt eine geheime Versammlung – und offenbar wissen die Katzen über ihre Menschen deutlich mehr, als ihnen lieb sein dürfte. 😈🐈⬛
Eine kleine düstere musikalische Geschichte mit Fantasy, einem Hauch Grusel und ganz viel Augenzwinkern.
Und falls eure Katze heute Nacht plötzlich vor die Tür möchte … vielleicht fragt ihr besser nicht, wohin. 😉
Text & Geschichte: Anna Mitternacht
Musik & Gesang: erstellt mit KI-Unterstützung / Suno
Video & Gestaltung: Anna Mitternacht
🖤🌙
#DerMitternachtsrat #AnnaMitternacht #katzen #GothicMusic #StorySong
Songtext & Geschichte:
Kurz nach Mitternacht
steht sie wieder vor der Tür.
Jede Nacht zur gleichen Zeit.
Ein Blick zu mir,
dann verschwindet sie hinaus.
Heute folge ich ihr.
Sie läuft durch die leeren Straßen,
ohne sich einmal umzudrehen.
An der nächsten Ecke
wartet eine schwarze Katze.
Eine zweite kommt aus einem Hauseingang.
Eine dritte springt von einer Mauer.
Keine miaut.
Keine bleibt stehen.
Und langsam merke ich:
Sie alle gehen denselben Weg.
Wir verlassen die hellen Straßen.
Vor uns liegt ein alter Hinterhof.
Unkraut wächst zwischen den Steinen,
rostige Rohre ziehen sich über die Mauern.
Eine alte Feuertreppe
führt bis hinauf zum Dach.
Hinter einem verwilderten Zaun
beginnt der Friedhof.
Und überall sitzen Katzen.
Auf Mauern.
Auf Kisten.
Auf den Stufen.
Meine Katze läuft mitten durch den Hof,
als würde sie diesen Ort seit Jahren kennen.
Um Mitternacht, wenn die Menschen schlafen,
beginnt ihre geheime Versammlung.
Und niemand ahnt,
was die Katzen dieser Stadt längst wissen.
Dann wird es plötzlich still.
Auf der Friedhofsmauer
erscheint eine alte schwarze Katze.
Ein Ohr ist eingerissen.
Ihr Fell ist grau um die Schnauze.
Sie springt hinunter,
geht langsam durch den Kreis
und setzt sich genau in die Mitte.
Keine Katze bewegt sich.
Meine auch nicht.
Eine nach der anderen tritt nach vorne.
Und ich bekomme das seltsame Gefühl,
dass sie Bericht erstatten.
Eine rote Katze erzählt von ihrem Menschen,
der nachts heimlich am Kühlschrank steht
und morgens behauptet,
er hätte nichts gegessen.
Eine kleine schwarze Katze berichtet
von einem Mann,
der vor allen immer laut und wichtig ist
und nachts mit seinem alten Stofftier schläft.
Ich muss mir ein Lachen verkneifen.
Dann höre ich plötzlich Wörter.
„Fenster.“
„Streit.“
„Geheimnis.“
Ich halte den Atem an.
Das kann nicht sein.
Sie kennen jedes Haus
und manches Geheimnis viel zu genau.
Was wir Menschen für uns behalten,
haben sie längst gehört.
Die nächste Katze tritt vor.
„Sie sagt, sie geht nur spazieren.“
Kurze Stille.
„Aber jeden Donnerstag
trifft sie denselben Mann.“
Ein paar Katzen schauen sich an.
Dann höre ich ganz deutlich:
„Menschen erzählen uns alles.
Auch wenn sie nichts sagen.“
Ich sehe zu meiner Katze.
Sie sitzt noch immer im Kreis.
Und plötzlich frage ich mich,
was sie wohl über mich erzählt.
In diesem Moment
dreht sie den Kopf.
Direkt zu mir.
Ich bewege mich nicht.
Dann folgt die erste Katze ihrem Blick.
Dann die zweite.
Dann alle.
Kein Miauen.
Kein Fauchen.
Nur Stille.
Und sehr viele Augen.
Meine Katze steht auf
und kommt langsam zu mir.
Sie bleibt direkt vor mir stehen.
Dieser Blick.
Als hätte ich etwas getan,
das wirklich nicht erlaubt war.
Dann dreht sie sich um
und läuft Richtung Ausgang.
Nach ein paar Schritten bleibt sie stehen
und schaut zurück.
Ich brauche keine Übersetzung.
Ich soll mitkommen.
Wir gehen durch dieselben Straßen zurück.
Hinter uns beginnt der Rat von Neuem.
Ich sehe meine Katze an.
„Ich werde niemandem etwas erzählen.“
Sie schaut kurz zu mir hoch.
Mehr nicht.
Ob sie mir glaubt,
weiß ich nicht.
Wenn die Nacht vorbei ist,
kehrt jede wieder nach Hause.
Ganz unschuldig.
Als wäre nichts geschehen.
Am nächsten Morgen
sitzt sie vor ihrem leeren Futternapf.
Ganz unschuldig.
Als hätte sie die ganze Nacht hier geschlafen.
Ich stelle ihr das Futter hin.
„Also … der Mitternachtsrat?“
Keine Reaktion.
Sie frisst einfach weiter.
Dann sehe ich etwas an ihrer Pfote.
Ein kleines trockenes Efeublatt.
Dasselbe Efeu
wie an der Mauer hinter dem Hinterhof.
Ich schaue sie an.
Sie schaut zurück.
Und ganz kurz
glaube ich wieder diese Worte zu hören:
„Du hast nichts gesehen.“
Dann gähnt sie,
springt aufs Sofa
und schläft ein.