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Nicht Megalodon war der König sondern dieser Wal!

Архив древних эпох

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Nicht Megalodon war der König sondern dieser Wal!

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Am 1. Juli 2010 stellten sieben Wissenschaftler in Nature das größte Raubtier vor, das je in einem Ozean gejagt hat. Sie nannten es Leviathan. Der Name hielt keine 24 Stunden — gekippt von einem Blogpost, der einen Tag vor dem Heft erschien. Heute heißt das Tier Livyatan melvillei. Sein Schädel ist 3 Meter lang. Die Zähne messen über 36 Zentimeter; der größte Zahn eines heutigen Pottwals misst 25. Und fast alles, was wir über dieses Tier zu wissen glauben, hängt an diesem einen beschädigten Schädel aus Peru. ▸ Der Fälscher, der zuerst da war 1841 schraubt der Schausteller Albert Koch aus mindestens zwei Mastodons ein Skelett zusammen und stellt es in der Egyptian Hall am Piccadilly aus: der biblische Leviathan, endlich gefunden. Richard Owen zerlegt die Fälschung 1842 öffentlich. Koch ist erledigt — aber der Name ist vergeben. Für immer. 169 Jahre später wollen sieben Forscher ihn benutzen. Sie können nicht. Gemerkt hat es ein Sauropoden-Forscher in seinem Blog. ▸ Ein Friedhof, der ausgeräumt wird Cerro Colorado, Wüste südlich von Ica. Auf 12 Quadratkilometern: 318 Skelettfunde, 81 % davon Wale, dazu 3.586 einzelne Haizähne. Der dichteste Wal-Friedhof dieser Erdepoche. In derselben Arbeit steht ein Satz, den man zweimal lesen muss: Die Dichte der Haizähne nahm im Lauf der eigenen Grabungskampagnen ab — durch fortlaufendes illegales Absammeln. ▸ Die Grenze, die kein anderes Video zieht Es gibt keine Zahl für die Bisskraft dieses Tieres. Keinen Newton-Wert, nirgendwo. Im Originaltext steht „largest bite" — vom größten Biss, nicht vom stärksten. Das ist eine Aussage über die Ausmaße, nicht über die Kraft. Wenn dir irgendwo eine Newton-Zahl für Livyatan begegnet: sie ist erfunden. Und eine zweite Zahl musst du vergessen — die 12 bis 13 Millionen Jahre aus den älteren Texten. Seit 2017 sind es knapp 9. Das Tier hat sich nicht verändert. Unsere Datierung hat sich verändert. ▸ Der Irrtum im Namen Warum heißt der Pottwal auf Englisch sperm whale? Weil man ihm den Kopf geöffnet hat und darin eine wachsartige weiße Substanz fand — tonnenweise. Man hielt sie für Samenflüssigkeit und nannte sie sperma ceti. Die früheste Bezeugung stammt von 1471. Der Irrtum ist über 500 Jahre alt. ▸ Der Kopf, den niemand erklären kann Livyatan hat dieselbe gewaltige Kopf-Mulde wie der heutige Pottwal — aber die beiden sind nicht nah verwandt. Dieselbe Konstruktion, zweimal unabhängig entstanden. Wofür sie da ist, steht bis heute nicht fest: 5 Hypothesen stehen nebeneinander. 16 Jahre. Keine Entscheidung. Und der Pottwal lebt — wir können ihn filmen und besendern und wissen es trotzdem nicht. ▸ Megalodon oder Livyatan? Belegt ist, dass sie am selben Ort waren. Sonst nichts: keine Bissspur, kein Mageninhalt, für Livyatan kein einziger Fraßbeleg. Und dann die Zahl, die kaum jemand kennt: Von den 3.586 Haizähnen am Fundort gehören 0,5 % zu Megalodons Familie. 78 % sind gewöhnliche Requiemhaie. Dort, wo Livyatan gefunden wurde, ist Megalodon ein Statist. Sie sind nicht einmal gemeinsam untergegangen — dazwischen liegt über eine Million Jahre. Schreib mir in die Kommentare, welche der fünf Möglichkeiten du für die wahrscheinlichste hältst: Auftrieb, Echoortung, Betäuben, Imponieren — oder Rammbock. Kapitel: 00:00 Ein Name, der keine 24 Stunden hielt 01:11 Der Fälscher, der zuerst da war 03:42 Ein Friedhof in der Wüste von Ica 05:51 Was die Zähne verraten 08:40 Warum der Pottwal Pottwal heißt 10:20 Der Kopf, den niemand erklären kann 13:48 Megalodon oder Livyatan? 15:40 Was bleibt Quellen: Lambert et al. (2010), Nature 466:105–108 — inkl. Erratum, Nature 466:1134 Lambert, Bianucci & de Muizon (2017), Zoological Journal of the Linnean Society 179:404–474 Bianucci et al. (2016), Journal of Maps 12(3):543–557 Boessenecker et al. (2019), PeerJ 7:e6088 — Megalodon-Aussterben 3,6 Ma Slater, Goldbogen & Pyenson (2017), Proc. R. Soc. B 284:20170546 Oxford English Dictionary — spermaceti, früheste Bezeugung 1471 Archiv der Urwelt zeigt ausgestorbene Meeresbewohner so, wie die Belege sie hergeben — mit den Lücken, nicht ohne sie. Jede Zahl in diesem Video ist auf eine Primärquelle zurückgeführt. Wo es keine gibt, sagen wir das. Abonnier den Kanal, wenn du Urzeit-Dokus willst, die dich nicht für dumm verkaufen. #Livyatan #Megalodon #Urzeit #Pottwal #Paläontologie