Перейти к содержимому

Die Wichtigste Regel Des Lebens Ist Keine Regel | Carl Jung

Psychologie der Wandlung

0:00 / 0:00

Die Wichtigste Regel Des Lebens Ist Keine Regel | Carl Jung

13 просмотров · 4 дня назад
Psychologie der Wandlung
27 подписчиков
13 просмотров · 4 дня назад
Die wichtigste Regel des Lebens ist keine Vorschrift. Sie ist eine Frage – und Carl Gustav Jung hat sie gegen Ende seines Lebens in einem einzigen Satz aufgeschrieben. „Die entscheidende Frage für den Menschen ist: Bist du auf Unendliches bezogen oder nicht? Das ist das Kriterium seines Lebens.“ Ein Kriterium sagt dir nicht, was du tun sollst. Es entscheidet, was zählt. Und du beantwortest es nicht mit deiner Meinung, sondern mit deinem Kalender: mit dem, was du immer wieder verschiebst, und mit dem, worüber du dich gestern geärgert hast. In diesem Video geht es um das Maß, nach dem du tatsächlich lebst – und um die vier Maßstäbe, die den Platz dieser Frage einnehmen, wenn niemand sie stellt: Ertrag, Anerkennung, Gebrauchtwerden und Rechthaben. Jung beschreibt den Mechanismus nüchtern: Je mehr ein Mensch auf falschem Besitz insistiert, desto unbefriedigender ist sein Leben – er fühlt sich beschränkt, weil er beschränkte Absichten hat, und das schafft Neid und Eifersucht. Der Neid ist damit kein Charakterfehler, sondern ein Messgerät: Er zeigt präzise, welche Elle du benutzt. Es geht auch um die Stelle, an der dieses Nachdenken immer abbricht. Jung selbst hat sie beschrieben: Als er sich fragte, in welchem Mythus er eigentlich lebt, wurde es unangenehm, und er hörte auf zu denken. „Ich war an eine Grenze gekommen.“ Und es geht um einen Mann, der diese Frage mit Ja beantwortete, ohne sie je gehört zu haben: Ochwiä Biano, Häuptling des Pueblo von Taos, der Jung Mitte der zwanziger Jahre auf einem Lehmdach in Neu-Mexiko sagte, die Weißen seien verrückt, weil sie mit dem Kopf denken – „wir denken hier“, und dabei auf sein Herz deutete. Jung schreibt über ihn den Satz: Ein solcher Mensch ist im vollsten Sinne des Wortes an seinem Platze. Den Weg dorthin hat Jung genau umgekehrt beschrieben, als man es heute hört. Nicht größer, nicht weiter, nicht grenzenlos: „Das Gefühl für das Grenzenlose erreiche ich aber nur, wenn ich auf das Äußerste begrenzt bin. Die größte Begrenzung des Menschen ist das Selbst; es manifestiert sich im Erlebnis «ich bin nur das!»“ Einzigartigkeit und Begrenztheit sind bei ihm Synonyme – und genau darin liegt der Unterschied zwischen Bezogenheit und Identifikation, zwischen einem Leben mit Maß und einem Ich in Verkleidung. Am Ende steht kein Programm, sondern fünf kleine Schritte, die Abendfrage, das Neid-Inventar und ein Satz, den Jung mit über achtzig Jahren geschrieben hat: Soweit wir zu erkennen vermögen, ist es der einzige Sinn der menschlichen Existenz, ein Licht anzuzünden in der Finsternis des bloßen Seins. Themen: das Selbst, Individuation, Persona, Projektion, zweite Lebenshälfte, Sinnkrise, Selbsterkenntnis, analytische Psychologie. Alle Zitate stammen wörtlich aus der deutschen Ausgabe von „Erinnerungen, Träume, Gedanken“ von C. G. Jung; nichts wurde aus dem Englischen zurückübersetzt. Wenn dich diese Arbeit begleitet: Abonniere den Kanal und aktiviere die Glocke – hier wird weiter dort gesucht, wo bequeme Antworten aufhören. Schreib gern ein einziges Wort in die Kommentare: Ertrag, Anerkennung, Gebrauchtwerden oder Rechthaben. Anonym genügt. Dieses Video ist Psychologie und Selbstreflexion, keine Therapie und keine medizinische Beratung. #CarlJung #Selbsterkenntnis #Individuation