Die Eibe bezwang das Mammut, doch jetzt verschwindet sie selbst!!! Ein uralter Baum ist in Gefahr!
Markus Burkhard
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Die Eibe bezwang das Mammut, doch jetzt verschwindet sie selbst!!! Ein uralter Baum ist in Gefahr!
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Markus Burkhard
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TAXUS BACCATA - Europäische Eibe
Toxon, griech = Bogen
Toxikon = Gift, toxisch
baccata = beerentragend
Größe: (sehr selten) bis 20 m Höhe und 15 m Breite
Jahreszuwachs: ca. 15 - 20 cm auf idealem Standort
also nicht so langsam, wie gerne behauptet!
Rinde bei alten Bäumen schuppig ablösend
ZWEIHÄUSIG - männliche und weibliche Individuen
somit nur auf den weiblichen Pflanzen Beeren
Blüte: März-April
Zweizeilige Nadelanordnung
Einzige europäische Art der Gattung Eibe (Taxus)
Keine Zapfen, kein Harz
Rote Scheinkerne mit fleischiger Samenhülle =Arillus
Älteste Baumart Europas
kann ein extrem hohes Alter erreichen - über 1000 Jahre
Schattenverträglichste Baumart Europas
in allen Teilen stark giftig außer dem Arillus und Pollen
Die Eibe - eine Geschichte der jahrhundertelangen Übernutzung durch den Menschen
Durch den enormen Bedarf an Bogenholz für den englischen Langbogen im Mittelalter wurden die Bestände in ganz Europa dramatisch reduziert
Nachweise der Nutzung von Eibenholz:
Zur Mammutjagd wurde Eibenholz aufgrund seiner extremen Biegsamkeit verwendet
90.000 Jahre Neandertaler - Eibenlanzen zur Mammutjagd
Ötzi 5.200 Jahre: Bogen aus Eibe sowie der Stiel seines Kupferbeils
Hauptprobleme: Kahlschläge und Verbiss
Kahlschlagwirtschaft - pralle Sonne auf Jungpflanzen
Größere Eiben haben hingegen kein Problem mit voller Sonne
Unterwuchs unserer Buchen- und Mischwälder: gerne mit Eiche - Buche - Tanne - Hainbuche - Ulme - Esche - Linde - Tanne - Bergahorn
Zwischen Schlehen und Hundsrosen gut gegen Verbiss geschützt
Ähnlich dürre- trockenheitsresistent wie die Waldkiefer
GIFTIGKEIT der Eibe:
stark giftig, vor allem in den Nadeln, auch Trocknen hat keinen Einfluß auf den Gehalt
Pferde äußerst empfindlich (100 - 200 Gramm tödlich, Rinder etwas weniger empfindlich) Rinder, Schafe, Ziegen gewöhnen sich teils daran bei regelmäßiger Aufnahme
Kaninchen, Hasen: extrem empfindlich
Unempfindlich: Rehe, Rothirsche — daher auch starke Verbiss-Schäden
Verschiedenste Vogel- und Säugetierarten fressen die Samen sehr gerne
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