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Hirnforschung und nationalsozialistische Verbrechen

Topographie des Terrors

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Hirnforschung und nationalsozialistische Verbrechen

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Topographie des Terrors
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Begrüßung: Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors Prof. Dr. Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Alison MacPhail und Carol Day, Nichten eines Opfers, UK Vortrag und Diskussion: Prof. Dr. Paul Weindling und Dr. Michał Palacz, Oxford Brookes University Prof. Dr. Herwig Czech, Medizinische Universität Wien Moderation: Prof. Dr. Maike Rotzoll, Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Philipps-Universität Marburg Eine Veranstaltung des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors, gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V., vom 20. Oktober 2026 Zum Abschluss des Forschungsprojekts „Geschichte der Hirnforschung an Instituten der Max-Planck-Gesellschaft/Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft“ Über die Einstellungen (Zahnrad in der Menüleiste) kann der Originalton der Veranstaltung ausgewählt werden. Die englischsprachigen Beiträge werden dann nicht simultan übersetzt. 0:00 Begrüßung Andrea Riedle 5:33 Begrüßung Patrick Cramer 18:34 Alison MacPhail und Carol Day 18:44 [Englischer Originalton in den Einstellungen auswählbar] 27:52 Moderation 33:02 Prof. Dr. Paul Weindling und Dr. Michał Palacz 33:12 [Englischer Originalton in den Einstellungen auswählbar] 49:51 Herwig Czech 1:09:18 Podiumsgespräch 1:12:28 [Englischer Originalton in den Einstellungen auswählbar] Die Zusammenhänge zwischen nationalsozialistischer Verfolgungs- und Vernichtungspolitik und wissenschaftlichen Sammlungen wurden lange Zeit ausgeblendet. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch und die Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie in München nutzten die sich im Nationalsozialismus bietende Gelegenheit, sich Tausende von Gehirnpräparaten zu beschaffen, um an ihnen zu forschen. Die damals angelegten Sammlungen gingen nach Kriegsende auf die Max-Planck-Institute für Hirnforschung und für Psychiatrie über. Die Menschen, deren Gehirne noch jahrzehntelang ohne ihre Zustimmung der Wissenschaft dienten, waren zu einem großen Teil Opfer der NS-„Euthanasie“, der systematischen Ermordung von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Weitere Präparate stammten von jüdischen und nichtjüdischen Opfern der deutschen Besatzung vor allem in Polen, von Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern und Opfern der NS-Justiz. Eine internationale unabhängige Historikergruppe hat diese Geschichte in einem von der Max-Planck-Gesellschaft finanzierten Projekt umfassend untersucht sowie die Namen und Schicksale von mehr als 1.900 Opfern recherchiert und damit die Grundlage für die würdige Bestattung der menschlichen Überreste auf dem Münchner Waldfriedhof geschaffen.