Cat Power, Köln Live Music Hall 2026, Good Woman
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Cat Power, Köln Live Music Hall 2026, Good Woman
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Cat Power live, "Good Woman", Köln, Live Music Hall, Oktober 2026
Konzert-Rückblick: Cat Power in Köln (17.10.2026)
– Zwischen intimer Melancholie und neuem Gewand
Ein Konzert von Cat Power (Chan Marshall) ist immer eine Reise voller emotionaler Ecken und Kanten. Auch wenn der Abend in der Kölner Live Music Hall seine ganz eigenen Herausforderungen hatte, war es am Ende ein absolut solides und ehrliches Konzert einer großen Künstlerin.
Die Besetzung: Das feine Zusammenspiel im Wandel
Wer Cat Power auf ihrer Wanderer-Tour 2019 erlebt hat, erinnert sich an ein perfekt harmonierendes Live-Quartett mit einer wunderbaren Leichtigkeit. Ein absolut tragendes Element damals war der großartige Beitrag von Alianna Kalaba, die die Harmonien quasi blind mitsang und dem Sound eine unheimliche Tiefe gab. Da die prägenden Background-Vocals dieses Mal fehlten, lag der Fokus ganz allein auf Chans charakteristischer Hauptstimme – gerade bei einem Song wie „Good Woman“, der von seinen Chören lebt, wurde spürbar, wie intensiv und verletzlich Chan diese Zeilen nun ganz auf sich allein gestellt über die Bühne trug.
Auch instrumental ging man neue Wege, was nicht zuletzt traurigen Notwendigkeiten geschuldet war: Nach dem schmerzhaften Tod des langjährigen musikalischen Leiters Gregg Foreman im Frühjahr und da auch Schlagzeug-Legende Jim White für diese Tour nicht verfügbar war, musste die Live-Chemie neu erfunden werden. Erik Paparozzi übernahm das Klavier, während der neue Schlagzeuger Ben Lecourt die Songs mit einem sehr tighten, geraden Timing vorantrieb. Zusammen mit den dichten Gitarren-Soundteppichen von Henry Munson wich der schleppende, hypnotische Groove von damals so einem deutlich kompakteren, direkteren Sound.
Die Akustik: Ein Sound wie im Kirchenschiff
Dass das Konzert stellenweise unruhig wirkte, lag vor allem an der industriellen Architektur der Halle. Das traditionelle Setup mit viel Hall und Echo führte in Köln leider zu einem übermächtigen „Kathedrale-Sound“. Gerade beim Opener „The Greatest“ breiteten sich die Echos so weit aus, dass der intime Charakter im Raum verloren ging, wodurch die feinen Nuancen der Instrumente verschwammen und das Klavierspiel zeitweise in den Hintergrund geriet.
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💬 „Als echtes Band-Live-Erlebnis blieben die magischen Momente diesmal eher flüchtig – sie blitzten hier und da auf, anstatt uns verlässlich durch den Abend zu tragen.“
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Fazit: Ein exklusives Solo-Geschenk
Und dennoch ließ Chan ihr Publikum nicht mit einem Gefühl des Mangels zurück. Die ganz große, intime Magie kehrte am Schluss zurück, als die Band die Bühne längst verlassen hatte: Chan blieb allein zurück und schenkte den Fans ganz vorne eine kurze Solo-Version von „I Can't Give You Anything but Love“. In diesem reduzierten Moment blitzte sie wieder auf – die unverwechselbare, pure Cat-Power-Emotion, die diesen Abend trotz aller klanglichen Hürden versöhnlich und wertvoll machte.