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18 US-Panzer wollten den Elefant einkesseln — doch jede Haarnadelkurve teilte sie

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18 US-Panzer wollten den Elefant einkesseln — doch jede Haarnadelkurve teilte sie

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12. Juni 1944. Mittelitalien. Ein einzelner Elefant unter Oberfeldwebel Arvid Lenzen steht auf einer engen Bergstraße oberhalb einer italienischen Serpentine. Unter ihm rücken 18 amerikanische Fahrzeuge nach oben: 14 M4 Sherman und 4 M10 Wolverine. Zwischen Felswand, Abhang und engen Spitzkehren kann die amerikanische Übermacht ihre Zahl jedoch nicht gleichzeitig einsetzen. Der Elefant besitzt eine starke Front und eine mächtige 8,8-cm-Kanone, aber keinen Turm. Für größere Zielwechsel muss die gesamte schwere Wanne gedreht werden — auf einer schmalen Bergstraße nur wenige Meter vom Abgrund entfernt ein enormes Risiko. Gleichzeitig muss die Besatzung genügend Zeit gewinnen, damit eine deutsche Versorgungskolonne mit Treibstoff, Munition und Verwundeten die Passhöhe erreicht. Lenzen entscheidet sich deshalb gegen den offensichtlichsten Schuss. Er bekämpft nicht einfach den ersten Sherman. Er wartet auf jene Panzer, die in einer Haarnadelkurve abbremsen und ihre Wanne drehen müssen. Genau dort verlieren sie Geschwindigkeit, zeigen ihre Seitenpanzerung und bestimmen gleichzeitig die Bewegung der Fahrzeuge hinter ihnen. Als ein Sherman mitten in einer Kehre getroffen wird, bleibt er diagonal auf der Straße stehen. Die folgenden Fahrzeuge müssen bremsen, ausweichen und ihre Reihenfolge verändern. Doch die Amerikaner lernen schnell. Die Sherman vergrößern ihre Abstände und fahren nicht mehr gemeinsam in die Kurven. Gleichzeitig verlassen 4 M10 Wolverine die Hauptstraße und benutzen einen höher gelegenen Wirtschaftsweg, um den Elefant von oben zu umgehen. Damit verändert sich die gesamte Geometrie des Kampfes. Lenzen muss die nahe Sherman-Gruppe bewusst ignorieren und weiter bergauf ausweichen. Steinmauern zwischen den einzelnen Ebenen der Serpentine werden jetzt zu seinem Schutz: Solange die unteren Sherman ihn nicht sehen können, versucht er die Wolverine abzufangen, bevor beide amerikanischen Gruppen wieder zusammenkommen. Dann wird das Laufwerk beschädigt. Die Beweglichkeit des schweren Elefant nimmt ab, während Sherman und Wolverine gleichzeitig auf eine obere Spitzkehre zulaufen. Lenzen wartet erneut nicht auf den nächsten und auch nicht auf den stärksten Gegner. Er wartet auf den einen Sherman, dessen Bewegung beide Gruppen miteinander verbinden würde. Als dieser Panzer mitten im engen Wendemanöver getroffen wird, bleibt er quer zwischen Felswand und Außenmauer stehen. Die Sherman unterhalb können nicht weiter, die Wolverine oberhalb können nicht einschwenken. Die amerikanische Übermacht ist erneut geteilt. 18 Fahrzeuge waren nur dann 18 Fahrzeuge, wenn sie gleichzeitig kämpfen konnten. Der Elefant gewann die entscheidenden Minuten nicht allein durch Panzerung oder Feuerkraft. Es entschieden Winkel, Höhe, Reihenfolge und der Moment der Drehung. 👇 Abonniere den Kanal für weitere taktische Geschichten und Analysen aus dem Zweiten Weltkrieg! #zweiterweltkrieg #ww2 #elefant #sherman #m10wolverine #italien1944 #panzerkampf #westallierte #militaryhistory #tankbattle