Madonna, sua mercé (Madrigali a 4 voci, 1585) – Luca Marenzio
Theater Ulm
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Madonna, sua mercé (Madrigali a 4 voci, 1585) – Luca Marenzio
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Kunstkleinode als österlicher Online-Gruß des Theaters: Madrigale aus Renaissance und Frühbarock
Mit einem besonderen musikalischen Gruß möchte das Theater sein Publikum an den Osterfeiertagen erfreuen: Mitglieder des Opernchores haben unter der Leitung von Chordirektor und Studienleiter Hendrik Haas ein Vokalensemble gebildet, um kunstvolle Kompositionen aus dem 16. und 17. Jahrhundert einzustudieren, die an einem der schönsten Orte Ulms dargeboten und aufgezeichnet wurden: im sogenannten »Minnesängersaal«. Der befindet sich im Ostflügel des Reichenauer Hofes und ist geschmückt mit Fresken, die auf 1370/80 datiert werden und als älteste erhaltene gotische Wandmalerei Ulms gelten. Die in der Wandmalerei dargestellten Formen der »Minne« passen ideal zu den Inhalten der vorgestellten Madrigale. Denn diese mehrstimmigen Chorkompositionen widmen sich zumeist den Themen Liebesverlangen und Liebesweh, den Verlockungen und der Vergänglichkeit des irdischen Glücks. Dabei konnten die Meister dieser Kunstform auf hochkarätige dichterische Vorlagen zurückgreifen. Im Falle der hier vorgestellten Madrigale von Jacques Arcadelt (1507-1568), Luca Marenzio (1553-1599) und Claudio Monteverdi (1567-1643) entstanden die Kompositionen auf der Basis von Gedichten berühmter Zeitgenossen - Michelangelo Buonarroti (1475-1564), Giovan Battista Strozzi (1504-1671), Torquato Tasso (1544-1595) - und des bereits damals ›alten Meisters‹ Francesco Petrarca (1304-1374). Es sind musikalische und poetische Kleinode von melodischer Eleganz und emotionalem Feinsinn, unverwechselbare Ausdruckskunst, die bis heute fasziniert.