Shell-Shocked: Mikroplastik & Klimawandel bedrohen Austern im Ozean
Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
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Shell-Shocked: Mikroplastik & Klimawandel bedrohen Austern im Ozean
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Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
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Jedes Jahr gelangen Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozean, wo sie zu Mikroplastikpartikeln (MP) zerfallen, die sich in den marinen Ökosystemen ausgebreitet haben und mittlerweile von einer Vielzahl von Meerestieren aufgenommen werden. Mit steigenden Meerestemperaturen könnte sich diese Bedrohung verschärfen: Erhöhte Temperaturen beschleunigen den Stoffwechsel der Muscheln, was möglicherweise die Aufnahme von MP erhöht, während die MP-Exposition gleichzeitig die Fähigkeit der Muscheln beeinträchtigen könnte, mit Hitzestress umzugehen. Mit anderen Worten: Die kombinierte Wirkung von Mikroplastik und Erwärmung könnte die Gesundheit von Muscheln gefährden.
Das OMAP-Projekt (https://www.awi.de/forschung/biowisse...) konzentriert sich auf die heimische Europäische Auster (Ostrea edulis), eine Art, die für Initiativen zur Wiederbesiedlung in der deutschen Nordsee von zentraler Bedeutung ist, wo historische Austernriffe durch Überfischung und Krankheiten verloren gingen (siehe RESTORE: https://www.awi.de/en/science/bioscie.... Wir untersuchen die kombinierten Auswirkungen von MP und Klimaerwärmung im Rahmen eines kontrollierten, langfristigen saisonalen Mesokosmos-Experiments (Winter bis Sommer) und betrachten dabei die Reaktionen der Austern sowohl auf der Ebene des gesamten Tieres als auch auf zellulärer Ebene. Mit einem multimethodischen Ansatz, der unter anderem NMR-Spektroskopie umfasst, zielt OMAP darauf ab, die temperaturabhängige MP-Aufnahme zu quantifizieren, Stoffwechselstörungen zu erkennen und die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen der Exposition gegenüber MP und Erwärmung für diese wichtige Art zu bewerten.