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Hippie Hannes Vlog St.2 Ep.9 Die Latzhose – vom Arbeitszeug zum Subkultur-Must-have

HippiehannesVlog Gedanken eines NeoHippies

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Hippie Hannes Vlog St.2 Ep.9 Die Latzhose – vom Arbeitszeug zum Subkultur-Must-have

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Die Latzhose – vom Arbeitszeug zum Subkultur-Must-have Wie wurde eine einfache Arbeitslatzhose eigentlich zum Kleidungsstück einer ganzen Subkultur? Die Antwort ist vielleicht viel einfacher, als man denkt: weil sie da war. In den Anfangsjahren der Hippie- und Punkkultur gab es in Secondhand-Läden große Mengen an billiger, robuster und gebrauchter Arbeits- und Armeekleidung. Für viele junge Menschen, die wenig Geld hatten, war Mode keine Frage von Designern oder Marken. Man nahm das, was verfügbar, bezahlbar, bequem und langlebig war. Und genau daraus entwickelte sich ein Teil des typischen Stils. Alte Arbeitsjacken, Armeehosen, Holzfällerhemden, Arbeitsshirts, Stiefel – und natürlich die Latzhose. Kleidung wurde nicht unbedingt gekauft, weil sie modisch war, sondern weil sie funktionierte. Sie hielt etwas aus, konnte repariert werden und war oft für wenige Euro zu bekommen. Der typische Hippie-Look entstand deshalb meiner Meinung nach auch nicht einfach aus einem vorher geplanten Modestil. Er entstand zu einem großen Teil aus der Notwendigkeit und aus dem, was vorhanden war. Und irgendwann wurde aus der praktischen Kleidung ein Erkennungszeichen. Meine erste Latzhose Ich selbst lernte die Latzhose 2009 kennen. Ich war damals 25 und gerade von zu Hause ausgezogen. In unserer Wohngemeinschaft lebten unter anderem zwei 18-jährige Punkerinnen und ein älterer Hippie. „Älter“ klingt heute natürlich ziemlich lustig – er war gerade einmal 35. Für uns damals war er aber der alte, erfahrene und weise Hippie. 😄 Er zeigte uns jede Menge Tipps und Tricks für ein alternatives Leben. Und irgendwann kamen wir auch auf das Thema Kleidung. Sein Rat war ziemlich einfach: Geht in den Baumarkt und kauft euch Arbeitskleidung. Billig, robust, bequem – und wenn ihr irgendwann mehr Geld habt, könnt ihr bessere Arbeitskleidung kaufen. Vielleicht sogar welche, die unter faireren Bedingungen hergestellt wurde. Also machten wir genau das. Wir kauften uns Latzhosen, Arbeitsstiefel, Holzfällerhemden und Arbeitsshirts. Und plötzlich hatten wir einen Kleidungsstil, der eigentlich gar nicht als „Hippie-Mode“ gedacht war. Es war einfach Kleidung, die ihren Zweck erfüllte. Und genau darin steckt für mich bis heute ein interessanter Teil der Hippiekultur: Man muss nicht immer etwas Neues erfinden. Manchmal entsteht Stil einfach daraus, dass man mit dem lebt, was vorhanden ist. Von der Arbeitskleidung zum Symbol einer Subkultur – die Geschichte der Latzhose ist deshalb auch ein kleines Stück Geschichte über Armut, Kreativität, Nachhaltigkeit, Secondhand und die Freiheit, Kleidung einfach auf seine eigene Art zu tragen. Und ja – ich trage meine Latzhose heute immer noch. Nur bin ich mittlerweile 43. Also inzwischen wirklich alt.