Se non è vero …: «Eva» von Matthias Ackeret
Matthias Zehnder
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Se non è vero …: «Eva» von Matthias Ackeret
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Matthias Zehnder
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Eva ist die berühmteste Talkmasterin der Schweiz. Am Vorabend des 1. August zeichnet sie ihre Sendung mit dem Bundespräsidenten auf. Statt ihn nach Dankbarkeit und Demut zu fragen, konfrontiert sie ihn mit einem Gerücht: Der amerikanische Präsident wolle alle Rätoromanen aus den USA ausweisen. Der Bundespräsident weiss von nichts, dementiert vor laufender Kamera und lässt die Sendung anschliessend löschen. Im Interesse des Landes.
Eva flüchtet in ihrem roten Tesla über den Furkapass ins verlassene Hotel Belvédère, wo sich der reichste Mann der Welt versteckt: Elon, ihre Jugendliebe. Er war es, der das Gerücht in die Welt gesetzt hat. In New York stellt sich derweil ein rätoromanischer Tortenbäcker vor den Trump Tower und wird verhaftet. Der Richter spricht ihn frei, weil er angeblich nicht «Without this president» gerufen habe, sondern «With this president». Die Aufnahmen, die es beweisen könnten, sind gelöscht.
Matthias Ackeret hat eine Polit-Groteske geschrieben, die Trump nie beim Namen nennt und doch auf jeder Seite von ihm handelt. Die Geschichte zeigt an einem erfundenen Schweizer Beispiel, wie Fake News funktionieren: Eine Nachricht wird nicht wahr, weil sie stimmt. Sie wird wahr, weil jemand ihr glaubt und danach handelt. In meinem 323. Buchtipp sage ich Ihnen, warum dieses Buch mehr mit der Realität zu tun hat, als uns allen lieb sein kann.
📚 Matthias Ackeret: «EVA.». Roman. Münster Verlag, Zürich 2026, 166 Seiten. ISBN 978-3-907301-98-2
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