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Die Verblüffende Ingenieurskunst Des Segels – Doku Zum Einschlafen

Kriegsschiffe erklärt

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Die Verblüffende Ingenieurskunst Des Segels – Doku Zum Einschlafen

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Kriegsschiffe erklärt
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Die Verblüffende Ingenieurskunst Des Segels – Doku Zum Einschlafen 1854 erreicht der Klipper Sovereign of the Seas im südlichen Indischen Ozean, auf dem Weg nach Australien, 22 Knoten – angetrieben allein von Wind und Segel. Das Video zeichnet 5.000 Jahre nach, in denen aus einem Stoffstück eine der ausgeklügeltsten Maschinen der Antike wurde – lange vor ihrer wissenschaftlichen Erklärung. Um 3200 v. Chr. bot der Nil in Ägypten ideale Bedingungen: Der Fluss trägt nach Norden, der Wind weht nach Süden. Aus Papyrus gebundene Schiffe bekamen das erste Segel. Ab 2700 v. Chr. ermöglichten Kupferwerkzeuge Holzschiffe; das rund 23 Meter lange Boot von Abydos bezeugt den Übergang. Doch das quadratische Segel fuhr nur mit dem Wind – Phönizier, Griechen und Römer ergänzten es deshalb durch Ruderer wie die 170 Mann starke Trireme. Im 2. Jahrhundert erscheint im östlichen Mittelmeer das dreieckige Lateinersegel. Arabische Seeleute, die im Indischen Ozean und im Roten Meer handelten, segelten damit erstmals gegen den Wind. Das Segel wirkt dabei wie ein senkrechter Tragflügel: Der Bernoulli-Effekt erzeugt Auftrieb, der Kiel wandelt den Querdruck in Vortrieb um. Daniel Bernoulli publizierte sein Prinzip erst 1738 – die Praxis lief der Theorie um tausend Jahre voraus. Parallel entwickelte China das Dschunkensegel mit starren Rippen, das die Crew vom Deck aus bediente, plus Hecksteuerruder schon ab dem 1. Jahrhundert. Die Schatzflotte von Admiral Zheng He zählte 1405 über 300 Schiffe, die größten rund 128 Meter lang. Im Pazifik überquerten Polynesier mit Doppelrumpfkanus und Krabbenscheren-Segeln aus Pandanusblättern tausende Meilen ohne Kompass; die Hokule'a wiederholte die Route Hawaii–Tahiti 1976. Ab dem 15. Jahrhundert kombinierte Europa diese Traditionen: Die portugiesische Karavelle, mit der Vasco da Gama fuhr, vereinte Rahsegel und Lateinersegel. Den Höhepunkt bildeten die Klipper von 1840 bis 1860, getrieben von Goldrausch und Teehandel. Donald McKays Flying Cloud brauchte 1851 von New York um das Kap Horn nach San Francisco 89 Tage und 8 Stunden – Rekord bis 1989, navigiert von Eleanor Creesy. Die Cutty Sark trug 32.000 Quadratfuß Segelfläche. Dampfmaschinen beendeten das Zeitalter in den 1870ern. Doch 1903 nutzten die Gebrüder Wright dieselbe Auftriebsphysik, die Seeleute Jahrtausende vorher praktiziert hatten. Fazit: Das Segel ist womöglich das langlebigste Ingenieursprojekt der Menschheit – geformt durch Versuch und Irrtum. Dass der Nil für die Erfindung des Segels so wichtig war, hat einen einfachen Grund: Stromabwärts trieb die Strömung die Schiffe, flussaufwärts half der beständige Nordwind, sodass Riveraufwärtssegeln von Februar bis Dezember möglich war. Deshalb legten ägyptische Fahrtschiffe für die Talfahrt den Segelmast einfach um und transportierten ihn auf dem Deck, wie Untersuchungen zu antiken Schiffsbauten zeigen (archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/2066/1/Schiffsbau%20propylaeumdok.pdf). Typisch für diese Boote war übrigens, dass ihnen jeder Kiel fehlte. Statt dessen steuerten zwei große Rudern am Heck, auch beim königlichen Schiff des Cheops. Erstaunlich reif war die Technik von Anfang an: Das ägyptische Rahsegel war schon drehbar gelagert, sodass Schiffe sogar bei seitlichem Wind segeln konnten (de.wikipedia.org/wiki/Segler_(Schifffahrt)). Die ältesten Nachweise überhaupt sind eine Felszeichnung in der nubischen Wüste und eine Totenurne aus Luxor, beide um 5000 v. Chr. datiert (de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungsgeschichte_des_Segelschiffs). Und die Phönizier, denen man die Erfindung des Kielschiffs zuschreibt, bewiesen früh, wie weit Segeln tragen kann: Der Historiker Herodot berichtet, Pharao Necho II. habe um 596 bis 594 v. Chr. eine Erstumsegelung Afrikas durch phönizische Seefahrer veranlasst. Der Grieche Eudoxos aus Kyzikos erkannte dann um 120 v. Chr. auf Fahrten nach Indien die Bedeutung der Monsunwinde für die Schifffahrt im Indischen Ozean, also genau dort, wo der Sovereign of the Seas später seinen Rekord lief.