Schiller 1875: Auf dem Heimweg starben 335 Deutsche im Nebel | Ganze Dokumentation
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Schiller 1875: Auf dem Heimweg starben 335 Deutsche im Nebel | Ganze Dokumentation
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Schiller 1875: der Untergang des deutschen Dampfers vor den Scilly-Inseln. 335 Tote, nur 37 Überlebende, ein Leuchtturm in Sichtweite und ein Notschuss, den an Land niemand ernst nahm. Eine Dokumentation über eine fast vergessene deutsche Schiffskatastrophe.
Am Abend des 7. Mai 1875 läuft der Hamburger Transatlantikdampfer Schiller der Adler-Linie im dichten Nebel auf die Retarrier Ledges, ein Felsenriff in den Western Rocks vor der Küste Cornwalls. An Bord sind 372 Menschen auf der Heimreise von New York über Plymouth nach Hamburg, die meisten Passagiere Deutsche und Deutschamerikaner. Im Laderaum liegen amerikanische Goldmünzen im Wert von 300.000 Dollar. Kurz zuvor ist das Schiff in weniger als einer Meile Abstand am Leuchtturm Bishop Rock vorbeigefahren. Dessen Nebelglocke hat niemand an Bord gehört. Und als die Signalkanonen um Hilfe schießen, halten die Menschen auf den Inseln den Schuss für einen Gruß.
Diese historische Doku rekonstruiert die letzte Nacht der Schiller Schritt für Schritt: die Navigation im Nebel ohne Sonne und Sterne, das Lot, das niemand warf, den Kampf um die Rettungsboote, das Deckhaus, Kapitän Thomas und die Rettung durch die Lotsen von St. Agnes. Wir erzählen die Schicksale der Menschen an Bord, vom Milwaukee-Brauer Joseph Schlitz bis zur Ärztin Susan Dimock, und gehen der Frage nach, wer die Schuld trug: der Kapitän, die Reederei oder die Leuchtturmbehörde?
Warum nennt man den Untergang der Schiller in England manchmal die „viktorianische Titanic“? Was geschah mit dem Gold? Und was verbindet zwei Passagiere mit dem 15. Mai?
Eine Dokumentation über Seefahrt im 19. Jahrhundert, über Deutsche, die aus Amerika in die alte Heimat reisten, und über eines der schwersten Schiffsunglücke vor der Küste Englands.
Hinweis: Die Bildsequenzen sind KI-gestützte Rekonstruktionen und keine historischen Aufnahmen.
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