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Was bin ich Folge 316 vom 05.05.1987 mit Robert Lembke und Ehrengast Teddy Podgorski (ORF-Intendant)

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Was bin ich Folge 316 vom 05.05.1987 mit Robert Lembke und Ehrengast Teddy Podgorski (ORF-Intendant)

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In Österreich gibt es ja für viele Begriffe andere Wörter als in Deutschland. So ist ein Kieberer zum Beispiel ein Polizist oder ein Lenker ein Taxifahrer. Am witzigsten ist vielleicht das in Österreich gebräuchliche Wort für Gerichtsvollzieher: Exekutor! Auch der erste Gast bei der Show hat in seiner Heimat eine andere Berufsbezeichnung, als er in Deutschland hätte. In der Schweiz nannte man früher Unternehmensberater auch ganz gern mal "Konsultant". Hier und heute zaubert Herr Goldoni ein bissl was nach seiner "Enttarnung". Er zaubert ausschließlich für wohltätige Zwecke. Also alles nur Show. Guido Baumann hat den Braten gleich gerochen, und er passt dann auch und gibt an Hans Sachs weiter. Gästin Nummer zwei ist dann eine Hunde-Verhaltensforscherin. Da kann Herr Lembke ja das eine oder andere Wörtchen mitreden als Hundenarr. Heute schon nach dem zweiten Gast direkt der Promigast, nämlich der Generalintendant des ORF: Teddy Podgorski. Seine künstlerische Laufbahn begann Teddy Podgorski in Wien auf verschiedenen Theaterbühnen: Erst fungierte er als Statist im Burgtheater und der Staatsoper und spielte dann auch kleine Rollen in Kellertheatern, im Wiener Konzerthaus, im Parkringtheater, im Theater der Jugend sowie im Volkstheater. Weil er jedoch nach eigener Aussage beim Theater zu wenig verdiente, wechselte er 1953 zum Rundfunksender Rot-Weiß-Rot. Über den Chef des Aktuellen Dienstes, Heinz Fischer-Karwin, kam er – ohne Einkommen und ohne „Dach über dem Kopf“ – schließlich zum Radio des Österreichischen Rundfunks. Sein erstes Radiofeuilleton machte er an der Universität Wien über einen „Sprachkurs für Ausländer“. Fischer-Karwin war davon begeistert und Podgorski damit „im Radio fix verankert“. „Aus Übermut“ ging er am 1. Juli 1955 zum neu gegründeten Fernsehen des Österreichischen Rundfunks (ORF), blieb jedoch weiterhin auch beim Radio. Über den ersten Fernsehdirektor, Gerhard Freund, kam Podgorski zum Aktuellen Dienst. Dort wurde er der Erfinder und der erste sowie damals einzige Redakteur der Zeit im Bild. Bis 1963 war er leitender Redakteur des aktuellen Dienstes. 1967 beendete er eine Reportage über die gegensätzlichen Welten während der Salzburger Festspiele mit den Worten: „Die Hippies rauchen ihre Joints und die Bürger sitzen im Theater.“ Wegen dieser „linken Formulierung“ kontaktierte Generalintendant Gerd Bacher den Chefredakteur Franz Kreuzer und verlangte die Entfernung Podgorskis, denn „er braucht keinen Bert Brecht im aktuellen Dienst“. Da er jedoch nichts verbrochen hatte, konnte man ihn nicht kündigen. „Ich war dann weißer Elefant, eigentlich der erste und es war mir sehr fad.“ Ab dieser Zeit begann er eigene Sendeformate zu entwickeln. Von Bacher im selben Jahr zum Chefreporter und zum Sportjournalisten gemacht, hatte er An den Boxen und Sportpanorama erfunden. Mit dieser Sendung, nunmehr zu Panorama umbenannt, sei er für die Berichterstatter interessant geworden. Als Mitgestalter holte er sich Walter Pissecker, 1970 bekam er für die Sendung die Goldene Kamera. Von 1968 bis 1971 leitete er das Wiener Aufnahmestudio des ORF für die Eurovision-Gemeinschaftssendung Aktenzeichen XY … ungelöst, die unter der Leitung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) bis heute ausgestrahlt wird. 1972 wurde Podgorski zum ORF-Sportchef ernannt. Weitere von ihm kreierte und moderierte Sendungen waren Seinerzeit („Mister ‚Seinerzeit‘“), Jolly Joker („… wurde verkauft, zurecht, als ein Männermagazin“) und Seitenblicke. Im Lauf der Zeit war er noch kurze Zeit Intendant von FS 1 (heute ORF eins) beziehungsweise Informationsintendant. 1986 übernahm Podgorski von Gerd Bacher für eine Leitungsperiode die Generalintendanz des ORF und wurde von ihm wiederum im Herbst 1990 abgelöst. Als Generalintendant führte Podgorski die TV-Regionalisierung mit dem Bundesländerfernsehen ein, erfand unter anderem die Sendereihe Universum und initiierte 1988 die Minderheitenredaktion mit der sonntäglichen Sendung Heimat, fremde Heimat und die Volksgruppensendungen. Gegen alle diese Sendungen sei seiner Aussage nach das Kuratorium gewesen; wegen der ebenfalls von ihm erfundenen und eingeführten Seitenblicke hätten sie [das Kuratorium] ihn, weil es angeblich Boulevardfernsehen wäre, hinauswerfen wollen. In seiner GI-Amtszeit schloss Podgorski erstmals wichtige Verträge mit den Rundfunkanstalten Osteuropas und trieb den Ausbau der Programme für den öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftssender 3sat voran. Vor dem Sommer 1990 unterlag Podgorski der Wiederwahl gegen den aus seiner Sicht politisch wieder erwünschten Gerd Bacher. Während seiner Generalintendanz hatte Podgorski mit Herein – Die ORF Viertelstunde ein Sendeformat geschaffen, in dem er selbst seine Arbeit kommentierte. Mit der letzten Ausgabe am 27. September 1990 zum Ende der Amtszeit in der Funktion am 11. Oktober 1990 nahm er von den Zusehern Abschied.