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Ich liebe dieses Land | Deutsche Volksmusik mit Seele | Kehdingen Unterelbe

Ich liebe Deutschland

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Ich liebe dieses Land | Deutsche Volksmusik mit Seele | Kehdingen Unterelbe

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Das Gartentor klickt hinter mir zu. Erst das. Dann die Tasche mit Brot gegen das Bein, dann die Deichkrone, dann der Wind von der Elbe. Kehdingen, Unterelbe. Der Deich hält dicht. Von hier aus sieht man kein Plakat. Man sieht nassen Grasrand und eine Radspur, die sich nicht entschuldigt. Ich liebe dieses Land. Deutsche Volksmusik, die berührt, ohne Trachtenfolie. Volksmusik mit Seele. Elegante Volksmusik zum Zuhören – und zum Bleiben, wenn die Scheune die Bänke beiseite wirft und der Saal aufgeht. Traditionelle Klänge mit Herz, die den Dreck an den Schuhen nicht wegradieren. Das Land in diesem Titel ist keine Hymnenkulisse. Es ist die Krone des Deichs, auf der das Rad seine Spur zieht. Ein Nachbar hebt die Hand vom Trecker. Kein Spruch. Nur ein Nicken, und weiter. Wer Kehdingen kennt, oder Freiburg an der Elbe, oder Oederquart, oder ein anderes Dorf hinter dem Deich zwischen Oste und Strom, der kennt dieses Nicken. Hinter dem Deich liegt das Land flach. Vor dem Deich zieht die Unterelbe. Dazwischen die Krone, breit genug für ein Rad, nass genug, dass der Grasrand die Hose schlägt. Heimatgefühle in jeder Note hängen hier nicht an einem Wappen. Sie hängen an einem Tor, das ins Schloss fällt, und an einer Hand, die vom Trecker kommt. Musik, die an die Heimat erinnert, darf laut werden, wenn die Lampen in der Scheune angehen. Der Boden knarrt. Die Sohlen kennen den Dreck von heut’. Der Fahrradständer biegt sich voll. Die Jacken hängen über die Lehne. Eine Frau im grünen Mantel gibt den Schritt. Ihre Ferse kennt jede Bohle. Auf dem Sims steht der Brotbeutel noch. Wir brauchen kein Blatt. Der Boden reicht. Deutsche Weisen mit Tiefe klingen hier nach Holz und nach Elbwind, nicht nach Studioalpen. Ich liebe dieses Land Schlager – so suchen viele den Satz, den der Chorus nicht erklärt, sondern tritt. Ich liebe dieses Land Kehdingen – so prüft, wer die erste Zeile gehört hat. Ich liebe dieses Land Unterelbe. Ich liebe dieses Land Deich. Dreck an den Schuhen Schlager. Norddeutsche Wehmut in Tönen, aber nicht weinerlich: wir bleiben hier laut. Kein Spruch – nur der Takt. Zwei Sekunden schweigen die Gitarren. Draußen atmet der Deich schwer. Dann alle zusammen auf den Planken. Jetzt seid ihr dabei. Das Fenster auf die Heimat steht in diesem Stück nicht hinter Gardine. Es steht auf der Deichkrone, offen, nass, mit Wind. Wer durch das Gartentor gegangen ist, hat das Land schon im Schritt, bevor der erste Ton kommt. Manche schauen von der Küche auf den Deich. Hier schaut man vom Deich zurück auf das Land, das man nicht verlässt, nur weil der Saal aufgeht. Wir bleiben hier laut – das ist keine Drohung. Das ist die Entscheidung, den Dreck nicht abzuklopfen, bevor man tanzt. Heimatmelodien, die das Herz erreichen, müssen niemanden belehren. Dieses Land wird nicht verkauft. Es wird nicht erklärt. Es wird genommen, mit Dreck an den Schuh’n, wenn der Saal aufgeht. Die Bohlen in so einer Scheune haben das schon öfter getragen: Erntefest, Nachbarschaft, ein Abend, der nicht im Kalender stand. Die Lampen sind nicht Bühne. Sie sind an, weil es draußen schon zieht. Musik aus der Heimat für die Seele – ja. Die Seele hat hier nasse Sohlen. Heimatliche Klänge zum Erinnern, die den Trecker nicht aus dem Bild schieben. Wer diesen Titel weitergibt, schickt keinen Slogan. Er schickt ein Nicken. Eine Radspur auf der Deichkrone. Einen Brotbeutel auf dem Sims, der dort stehen bleibt, weil jetzt nicht gegessen, sondern getreten wird. Eine Scheune, die Platz macht, ohne Ankündigung. Das Gartentor hat schon geklickt. Der Weg ist gelaufen. Der Wind hat schon gesprochen. Elegante Volksmusik heißt in Kehdingen nicht: sauber bleiben. Sie heißt: der Deich hält, der Boden knarrt, wir bleiben hier laut. Wenn der Takt ankommt, reicht ein Nicken im Kommentar – oder ein Ortsname: Kehdingen, Deich, Dorf, Elbseite. Speichern für den nächsten Abend, an dem der Wind von der Elbe kommt und die Scheune Licht hat. Teilen an jemanden, der den Deich kennt, ohne ihn beschreiben zu müssen. Bis zum Schluss hören, dann in eine Liste legen: „wir bleiben hier laut“. Glocke an, damit der nächste Titel von dieser Küste nicht vorbeiläuft. Zwei Fragen: Welche Region nennst du Heimat, ohne nachzudenken – und klebt an dieser Antwort Dreck an den Schuhen? Von welchem Tor, welchem Deich, welcher Scheune hörst du das Gartentor klicken, wenn der Refrain kommt? Wer nur nicken will wie der Nachbar vom Trecker, muss keinen Satz schreiben. Das Nicken reicht. Ich liebe dieses Land ist kein Poster. Es ist Kehdingen, Unterelbe, das Tor fällt zu, das Rad zieht seine Spur, der Deich hält dicht, die Scheune macht den Boden frei. Deutsche Volksmusik, die berührt. Volksmusik mit Seele. Musik, die an die Heimat erinnert, weil der Wind von der Elbe kommt und niemand einen Spruch braucht. Kein Spruch – nur der Takt. Wir bleiben hier laut. #IchLiebeDiesesLand #DeutscheVolksmusik #VolksmusikMitSeele #Kehdingen #Unterelbe #Heimatmusik