BRAKE (D), ehem. Christuskirche, Geläutepräsentation (Turmaufnahme)
Christus Glocke
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BRAKE (D), ehem. Christuskirche, Geläutepräsentation (Turmaufnahme)
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Christus Glocke
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Präsentiert wird eine Turmaufnahme des Geläutes der ehemaligen evangelisch-lutherischen Christuskirche in Brake-Nord.
Brake (Unterweser) befindet sich im nördlichen Niedersachsen, gehört zum Oldenburger Land und zählt ca. 15.000 Einwohner.
Die Christuskirche wurde im Sommer 1964 im nördlichen Bezirk der Stadt Brake am Rosenburgring erbaut. Die Pläne für den Kirchenbau stammten v om Nordenhamer Architekten Günter Baumann. Es handelte sich hierbei um einen modernen Betonbau mit freistehendem Kirchturm und einem mit Schiefer gedeckten, tiefen Satteldach, welches die Kirche wie ein massives Zelt aussehen ließ. Aufgrund ihres Aussehens wurde die Kirche auch "Zelt Gottes" genannt. Der erste Gottesdienst konnte am 28. Februar 1965 im neuen Kirchenbau gefeiert werden. Im Jahr 2019 wurden am Kirchenbau zahlreiche, bauliche Mängel festgestellt. Daher musste die Kirche geschlossen werden und die Veranstaltungen wurden ins angrenzende Gemeindehaus umgelegt. Zunächst sollte die Kirche saniert werden, allerdings machte die Einsturzgefahr eine Sanierung unmöglich. Im Frühjahr 2023 wurde schließlich beschlossen, die Christuskirche aufzugeben. Am 19. November 2024 stimmte schließlich der Oberkirchenrat dem Entwidmungsantrag zu. Die endgültige Entwidmung der Kirche fand schließlich mit einem letzten Gottesdienst am 5. Januar 2025 statt. In naher Zukunft soll mit dem Abriss der Kirche begonnen werden.
Der Kirchturm beherbergte ein für seine Größe stattliches, dreistimmiges Bronzegeläute, welches von der Firma Rincker in Sinn gegossen wurde. Zunächst hingen die Glocken an tief gekröpften Stahljochen in einem Stahlglockenstuhl, dieser wurde aber im laufe der Zeit marode und so hingen die Glocken zuletzt übereinander in einem Holzglockenstuhl an gekröpften Holzjochen. Alle Glocken besaßen darüber hinaus Gegengewichtsklöppel. Wie es in der Zukunft mit den Glocken weitergehen soll, ist noch nicht final geklärt, allerdings gibt es Pläne, die Glocken innerhalb der Kirchengemeinde weiterhin zu verwenden.
GLOCKENDATEN:
Glocke 1: d', Gebr. Rincker/Sinn 1965, 1300 kg, d= 1330 mm
Glocke 2: f', Gebr. Rincker/Sinn 1965, 938 kg, d= 1155 mm
Glocke 3: g', Gebr. Rincker/Sinn 1965, 710 kg, d= 1070 mm
ABLAUF DES VIDEOS:
0:00 Intro
0:15 Bilderpräsentation mit 2-stimmigen Geläutemotiven
3:22 Einzelglocken
3:32 Glocke 3 g'
5:15 Glocke 2 f'
6:52 Glocke 1 d'
8:37 Vollgeläute d' f' g'
Zum Zeitpunkt der Aufnahme fehlte bereits die Kette der kleinen Glocke, daher wurde sie per Hand geläutet.
Diese Aufnahme entstand gesondert, einige Stunden vor der offiziellen Profanierung.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die dieses letzte Sondergeläute ermöglicht haben.
Danke an den Pastor Jährig für die Ermöglichung des Läutens, sowie an Sören und André für die Tatkräftige Unterstützung!