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Der Schreiner, der Hitler töten wollte — Georg Elser | Biografische Dokumentation

Konrad Steinbach

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Der Schreiner, der Hitler töten wollte — Georg Elser | Biografische Dokumentation

3 390 просмотров · 15 часов назад
Konrad Steinbach
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Am achten November neunzehnhundertneununddreißig detonierte im Münchner Bürgerbräukeller eine Bombe — dreizehn Minuten zu spät. Gebaut hatte sie ein einzelner Mann: ein stiller Schreiner aus der schwäbischen Provinz, ohne Partei, ohne Geld, ohne einflussreiche Freunde. Sein Name war Johann Georg Elser. Diese ausführliche biografische Dokumentation erzählt sein Leben von Anfang an. Sie führt in ein Dorf an der Brenz, in ein schwieriges Elternhaus, in die Werkstätten des schwäbischen Handwerks und an den Bodensee, wo Elser lernte, in Zehntelmillimetern zu denken und Uhrwerke zu verstehen, die ihn eigentlich nichts angingen. Sie schildert die Jahre der Weltwirtschaftskrise, in denen er seine politischen Urteile nicht aus Programmen, sondern aus dem Inhalt der Lohntüte gewann. Und sie zeigt einen Mann, der sich der neuen Ordnung ab neunzehnhundertdreiunddreißig offen entzog — und dem gerade seine Rolle als dörflicher Sonderling zum Schutz wurde. Im Zentrum steht die Frage, wie aus stiller Verweigerung ein Entschluss von äußerster Konsequenz wurde. Die Folge rekonstruiert den Herbst neunzehnhundertachtunddreißig, die drei von Elser selbst genannten Beweggründe, die monatelange Beschaffung von Sprengmitteln im Steinbruch, den Bau eines doppelten Zündwerks und schließlich jene fünfunddreißig Nächte, in denen er allein in einem verschlossenen Saal eine Säule aushöhlte und den Schutt in seinen Manteltaschen hinaustrug. Der zweite große Strang der Dokumentation gilt dem, was nach der Explosion geschah: der Sonderkommission und ihren Ermittlungen, der amtlichen Verlautbarung vom zweiundzwanzigsten November, die den eigenen Untersuchungsergebnissen widersprach, den Jahren als Sonderhäftling in Sachsenhausen und Dachau, der Ermordung im April neunzehnhundertfünfundvierzig — und der hartnäckigen Nachkriegslegende, Elser sei ein Werkzeug des Regimes gewesen. Erst ein Aktenfund im Jahr neunzehnhundertvierundsechzig brachte die Wahrheit ans Licht. Warum es danach noch Jahrzehnte dauerte, bis die Bundesrepublik diesen Mann als Widerstandskämpfer anerkannte, gehört zu den aufschlussreichsten Kapiteln der deutschen Erinnerungsgeschichte. Umstrittene Punkte werden ausdrücklich als umstritten dargestellt: die Frage nach Elsers Haltung zur Judenverfolgung, die Bewertung der acht Todesopfer und die Debatte um die sittliche Berechtigung seiner Methode. Wo die Quellen kein eindeutiges Urteil zulassen, benennt diese Dokumentation die verschiedenen Deutungen, statt sich für eine zu entscheiden. Zehn Kapitel, über eine Stunde Laufzeit, sorgfältig recherchiert und ruhig erzählt — für alle, die Geschichte nicht als Aneinanderreihung von Jahreszahlen verstehen, sondern als Frage danach, was Menschen möglich ist. Ein Beitrag aus der Reihe Geschichten großer Persönlichkeiten. Recherche, Text und Sprache: Konrad Steinbach. Urheberrechtshinweis: Sämtliche Inhalte dieses Videos — Konzeption, Recherche, Text, Sprachaufnahme und Bildgestaltung — sind urheberrechtlich geschützt und ausschließlich für diesen Kanal bestimmt. Jede Vervielfältigung, Bearbeitung, Weiterverbreitung oder erneute Veröffentlichung, ganz oder in Teilen, ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung von Konrad Steinbach untersagt. Das Video dient der historischen Bildung und Information. #GeorgElser #Zeitgeschichte #Dokumentation #DeutscherWiderstand #Biografie