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Ab 1961 durfte kein Fahrgast mehr auf den Brocken – doch die Dampfloks fuhren weiter hinauf

Spur Verloren

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Ab 1961 durfte kein Fahrgast mehr auf den Brocken – doch die Dampfloks fuhren weiter hinauf

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Unter dem Gipfel des Brocken liegt auf 1125 Metern der höchste Bahnhof Norddeutschlands. Im Juli 1960 kamen hier in einem einzigen Monat rund 90.000 Reisende an, ein Jahr später kein einziger. Nach dem 13. August 1961 durfte kein Fahrgast mehr auf den Brocken – und das blieb so für 30 Jahre und 33 Tage. Die Brockenbahn fuhr trotzdem weiter. Über ein Vierteljahrhundert brachten Güterzüge Kohle, Öl und Baumaterial für die Grenztruppen und die sowjetischen Soldaten auf den Gipfel – nach einem Zeitungsbericht sogar Betonteile für die Mauer, die den Berg abriegelte. Schluss war erst 1987 oder 1988, als das Gleis selbst nicht mehr konnte. Am 3. Dezember 1989 stiegen Tausende Demonstranten auf den Berg, und um 12.45 Uhr öffnete sich das Tor in der Mauer. Doch der erste Zug mit Fahrgästen kam erst 21 Monate später. In den Nächten vor der Wiedereröffnung sägten Unbekannte ein Stück aus der Schiene – gefunden wurden die Täter nie. Am 15. September 1991 jubelten mehr als 30.000 Menschen an der Strecke. Dieser Film erzählt die Geschichte der Brockenbahn – vom Fürsten Otto zu Stolberg-Wernigerode, der seine Bahn nie erlebte, über die Dampfloks, die ohne Zahnstange 33 Promille Steigung schaffen, bis zum Gutachten, nach dem sich die Harzer Schmalspurbahnen neu erfinden müssen. Außerdem: was Sie auf dem Gipfel heute noch vom Sperrgebiet finden und warum bei Waldbrandgefahr Dieselloks statt Dampfloks auf den Brocken fahren. #Brocken #Harz #Brockenbahn #DDR #Eisenbahngeschichte