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Bad Homburg (HG) - St. Marien - Motivläuten

GlockenHZ

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Bad Homburg (HG) - St. Marien - Motivläuten

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Kleines Glockenkonzert der St. Marienkirche Bad Homburg v. d. H. Disposition: 1 b°, 3.717 kg - Maria vom Heiligsten Herzen Jesu/Barbara 2 d’, 1.725 kg - Maria coronata/Julia 3 f’, 965 kg - Maria assumpta/Theresia 4 g’, 663 kg – Maria dolorosa/Anna 5 a’, 502 kg - Maria annutiata/Leonora 6 b’, 412 kg - Maria immaculata/Margaretha Die Glocken wurden 1894 von Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher, gegossen (genauer gesagt Rudolf Edelbrock), wobei die g’-Glocke 1949 nach Kriegsschaden (von Hans Hüesker) neu gegossen werden musste. Derzeit gibt es regelmäßig bei St. Marien zu verschiedenen Anlässen (zuletzt u.a. Abschluss der Turmrenovierung, Eröffnung der Kulturmeile Dorotheenstraße usw.) ein kleines Glockenkonzert, zuerst mit den Einzelglocken, dann verschiedene Motive. Da ich die Einzelglocken bereits portraitiert habe (siehe    • Bad Homburg (HG) - St. Marien - Einzelläuten  ), hier nur noch einmal die große, da es sich um meine bisher beste Aufnahme handelt. Es folgen verschiedene Motive. Ablauf: 00:00 Glocke 1 03:45 B-Dur mit Oktav 6+3+2+1 ("Schweizer Akkord") 07:02 Fastenzeit-Motiv 6+5+4+2 10:05 Salve Regina 1+2+3+4 15:25 Plenum 6+5+4+3+2+1 Bad Homburg entstand im 12. Jahrhundert um die Burg Hohenberg, von der heute noch der Weiße Turm übrig ist. Um den Turm entstand später das Landgrafenschloss, das wiederum Wohnsitz des Kaisers Wilhelm II. wurde. Das lag vor allem am Kurstadt-Status, bedingt durch die vielen Heilquellen und später Bäder im Kurpark. Da Homburg seit der Reformation evangelisch war, bildete sich erst Ende des 18. Jahrhunderts eine katholische Gemeinde mit gerade einmal 215 Mitgliedern zum Jahr 1820. Ab 1816 wurde die alte Jakobskirche in der Dorotheenstraße (zwischen Marien- und Erlöserkirche) genutzt. Eine Pfarrei gab es nicht, die Gemeinde gehörte zum ehemals kurmainzischen Kirdorf. Da Hessen-Homburg eine eigene (sehr kleine) Landgrafschaft war, wurde es bei der Neuordnung der Bistümer nach dem Wiener Kongress nicht berücksichtigt. Erst 1862 wurde es Mainz zugeteilt. 1866 waren bereits 1.350 der 7.400 Einwohner katholisch, und schon drei Jahre zuvor hatte man Baugrund für eine eigene Kirche erworben. In diesem Jahr ging Hessen-Homburg an Preußen, und man wollte Homburg nun dem Bistum Limburg zuordnen, da Mainz Landesbistum des Großherzogtums Hessen war. 1869 erhob der Mainzer Bischof Homburg zur eigenen Pfarrei. Die Situation mit der Zuteilung zu Limburg wurde zu einem Politikum, erst 1884 wurde die Eingliederung vollführt. 1892 war endlich Grundsteinlegung der neuen Kirche, Architekt war der Mainzer Dombaumeister Josef Becker, der Pläne ursprünglich für St. Josef in Krefeld nutzte. Kaiserin Friedrich wohnte der Einweihung 1895 bei. Die Orgel wurde 1906 von Klais gebaut. Im Zweiten Weltkrieg mussten die Glocken abgegeben werden, die g' wurde nicht mehr gefunden. Rudolf Edelbrock hatte mit dem nicht tonkorrigierten (!) Geläut als sein letztes großes Werk eins der schönsten Geläute des ausgehenden 19. Jahrhunderts geschaffen. Heute ist St. Marien eine "Pfarrei neuen Typs" in Limburg und umfasst alle katholischen "Kirchorte" in Bad Homburg und Friedrichsdorf (ausgenommen Eschbach, Erlenbach und Burgholzhausen, die zu Mainz gehören).