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Warum ich? – Jesus und der Blindgeborene

Christus Gemeinde Pottenhausen

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Warum ich? – Jesus und der Blindgeborene

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Warum ich? – Jesus und der Blindgeborene | Morgenandacht zu Johannes 9 „Warum ich?“ Diese Frage kann tief aus einer leidenden Seele kommen. Warum muss ich mit dieser Krankheit leben? Warum trifft es meine Familie? Und was meint die Bibel, wenn sie sagt, dass Gott alles zum Besten dienen lässt? In Johannes 9 begegnet Jesus einem Mann, der von Geburt an blind ist. Die Jünger fragen, wer daran schuld sei. Später reden die Nachbarn über ihn, seine Eltern antworten aus Angst, und die religiösen Führer stellen seine Heilung infrage. Viele haben Fragen. Viele reden. Jesus aber sieht den Mann und wendet sich ihm zu. *Johannes 9,3:* „Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm.“ Jesus weist die Schuldzuweisung der Jünger zurück. Dann tut er Gottes Werk an diesem Menschen: Er öffnet ihm die Augen. Doch die Geschichte geht weiter. Der Geheilte muss sich immer wieder erklären. Schließlich stoßen ihn die religiösen Führer hinaus. Als Jesus davon hört, sucht er ihn erneut. *Johannes 9,25:* „Er antwortete und sprach: Ist er ein Sünder, das weiß ich nicht; eines weiß ich wohl, daß ich blind war und bin nun sehend.“ *Johannes 9,38:* „Er aber sprach: Herr, ich glaube! und betete ihn an.“ Am Ende hat der Mann nicht nur Augenlicht empfangen. Er ist Jesus selbst begegnet und glaubt an ihn. Darin liegt für mich die Tiefe dieser Geschichte: Gottes Werk wird an ihm sichtbar, und ein Mensch erkennt den, der ihn gesucht und geheilt hat. Jesus sagt im Gebet zu seinem Vater: *Johannes 17,3–4:* „Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verklärt auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte.“ Auch das Wort aus Römer 8 gehört zu dieser Andacht: *Römer 8,28:* „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“ Für einen leidenden Menschen ist das kein leichter Satz. Er bedeutet nicht, dass sein Schmerz gut ist oder dass wir erklären könnten, warum ihm etwas widerfahren ist. Doch er lädt uns ein, Gott auch mit dem zu vertrauen, was wir heute nicht verstehen. Der Blindgeborene konnte Gottes Werk zunächst ebenso wenig überblicken. Er begegnete Jesus – und durfte ihn schließlich erkennen. Vielleicht ist auch deine Frage heute: „Warum ich?“ Du darfst sie vor Jesus aussprechen. Diese Geschichte zeigt uns einen Herrn, der einen leidenden Menschen sieht, ihm begegnet und ihn selbst dann wieder sucht, als andere ihn hinausstoßen. 📖 *Haupttext:* Johannes 9,1–41 📖 *Weitere Bibeltexte:* Johannes 17,3–4 · Römer 8,28 Zitierte Bibelverse: Lutherbibel 1912 #Morgenandacht #Johannes9 #Jesus #Bibel