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Fallobst Was die Erde uns gibt

ERDANKER

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Fallobst Was die Erde uns gibt

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ERDANKER
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„Fallobst – Was die Erde uns gibt“ ist ein Lied über etwas, an dem viele achtlos vorbeigehen: Äpfel und Birnen, die nicht mehr am Baum hängen, sondern im Gras liegen. Früchte mit Druckstellen, kleinen Narben und manchmal einem Wurm – nicht makellos, aber deshalb noch lange nicht wertlos. Seinen Ursprung hat das Lied im Erdanker, genauer gesagt in Garten 4: rund 500 Quadratmeter mit 22 Obstbäumen, die über viele Jahre weitgehend sich selbst überlassen wurden. Alte und wild gewachsene Bäume, die trotzdem Jahr für Jahr tragen. Und wenn ihre Früchte reif werden, landet zwangsläufig vieles davon auf dem Boden. Für manche ist es dann nur noch „Fallobst“. Dieses Lied widerspricht. Es erinnert an eine Haltung, die früher selbstverständlich war: Man sah sich eine Frucht erst an, bevor man sie wegwarf. Gutes wurde gegessen, Eingedrücktes ausgeschnitten, Weiches zu Mus verarbeitet, aus Äpfeln und Birnen wurden Saft, Kuchen, Gelee oder Essig. Und was tatsächlich nicht mehr für den Menschen geeignet war, konnte noch Tieren oder dem natürlichen Kreislauf der Erde dienen. Im Mittelpunkt steht deshalb nicht die romantische Vorstellung, jede heruntergefallene Frucht müsse unbedingt gerettet werden. Verdorbenes bleibt verdorben. Es geht vielmehr um das Hinsehen, Prüfen und Wertschätzen. Denn eine Frucht braucht Monate zum Wachsen – und nur einen Augenblick zum Wegwerfen. Musikalisch verbindet „Fallobst – Was die Erde uns gibt“ erdigen Folk-Rock mit der Wärme eines alten Ernte- und Heimatliedes. Akustische Instrumente, eine tiefe erwachsene Männerstimme und ein langsam wachsendes Arrangement tragen den Text vom stillen Erzählen bis zu einem kraftvollen, beinahe hymnischen Finale. Ein besonderer Moment ist der gesprochene Mittelteil: „Zweiundzwanzig Bäume. Fünfhundert Quadratmeter. Keiner fragt sie nach einer Norm. Keiner klebt ihnen ein Etikett auf. Sie blühen. Sie tragen. Sie geben.“ Darin steckt der eigentliche Gedanke des Liedes. Wir können Bäume pflanzen. Wir können sie schneiden, pflegen und ihre Früchte ernten. Aber Sonne, Regen, Wachstum und Leben selbst liegen nicht allein in unserer Hand. Für mich ist diese Ernte deshalb auch ein Geschenk Gottes. Und ein Geschenk wirft man nicht achtlos weg, nur weil es zu Boden gefallen ist. **Heb es auf. Schau es an. Nimm, was noch zu retten ist.** 🌱 *Erdanker – Zwei Hände. Ein Garten.*