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Burgruine Dobra A-3593 Pölla

Helmuth W. Mayrhofer

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Burgruine Dobra A-3593 Pölla

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Helmuth W. Mayrhofer
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Die Burgruine Dobra in der Gemeinde Pölla zählt zu den eindrucksvollen mittelalterlichen Burganlagen des Kamptals. Ihre Ursprünge reichen ins 12. Jahrhundert zurück. Bereits 1186 ist mit Hertnit von Dobra ein Vertreter des gleichnamigen Adelsgeschlechts urkundlich belegt, die Burg selbst wird 1278 ausdrücklich als Lehen genannt. Sie war Herrschaftssitz der Herren von Dobra und gelangte später unter anderem an die Kuenringer und die Liechtensteiner. Im späten Mittelalter sowie im 16. und 17. Jahrhundert wurde die wehrhafte Anlage zu einem großzügigen Wohnsitz mit schlossartigem Charakter erweitert. Die beiden Bergfriede und mächtigen Umfassungsmauern zeugen noch von ihrer einstigen Bedeutung. Für 1645, während des Dreißigjährigen Krieges, wird eine schwedische Belagerung überliefert. Die Erzählung, die Besatzung habe durch das Herabwerfen ihrer letzten Fleischvorräte reichen Proviant vorgetäuscht und damit die Schweden zum Abzug bewegt, gehört allerdings in den Bereich der Sage. Der Niedergang begann um 1725, nachdem der Herrschaftssitz nach Schloss Wetzlas verlegt worden war. Die unbewohnte Burg verfiel und ihre Steine wurden teilweise für andere Bauten verwendet. Seit 1958 gehört die Ruine der Windhag’schen Stipendienstiftung. Seit 1996 setzt sich der Verein „Pölla Aktiv“ für ihre Sicherung und Wiederbelebung ein. Mit Aussichtsturm und Veranstaltungsräumen ist Dobra heute wieder ein Ort der Begegnung – inmitten der Landschaft am Dobrastausee.