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38.000 Euro Unterschied — und fast niemand rechnet so

Prof. Dr. Oliver Pott

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38.000 Euro Unterschied — und fast niemand rechnet so

168 906 просмотров · 4 недели назад
Prof. Dr. Oliver Pott
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Zwischen Rente mit 63 und Rente mit 67 liegen in meinem Musterfall 433 Euro im Monat. Aber die bessere Entscheidung ist eine andere — und fast niemand rechnet sie durch: Mit 65 gehen! Ich rechne alle drei Wege vor, Zahl für Zahl, mit den Werten vom 1. Juli 2026. 63, 65 oder 67? Die Antwort ist völlig unerwartet. ⏱️ KAPITEL: 0:00 – 63, 65 oder 67 — was wirklich zur Wahl steht 0:57 – Der Abschlag: 0,3 Prozent, die für immer bleiben 1:27 – Drei Fälle: 1.565, 1.913 und 1.998 Euro 2:26 – Break-even 81 — die Rechnung, die überall steht 2:58 – Die Rechnung, die nirgendwo steht 6:58 – Drei der 33 Empfehlungen 8:53 – Die Zahl, die du selbst nachrechnen kannst Es gibt nicht „die Rente mit 63". Es gibt drei Wege, und nur einer beginnt wirklich mit 63: die Rente für langjährig Versicherte nach 35 Beitragsjahren — und die nur mit Abschlag. Der beträgt 0,3 Prozent je Monat, den du früher gehst. Vier Jahre sind 48 Monate, macht 14,4 Prozent. Einmal festgesetzt, bleibt dieser Zugangsfaktor lebenslang, und jede künftige Erhöhung wird auf die gekürzte Basis hochgerechnet. Mein Musterfall: Jahrgang 1964, Berufsstart mit 20, ein Entgeltpunkt pro Jahr, Rentenwert 42,52 Euro, alles brutto — die Annahmen liegen im Video offen. Mit 63 sind das 1.565 Euro, mit 65 und vollen 45 Beitragsjahren 1.913 Euro, mit 67 dann 1.998 Euro. Zwischen 63 und 67 liegen 433 Euro im Monat. Dafür hat der Frühstarter vier Jahre Rente kassiert: rund 75.000 Euro Vorsprung, aufgebraucht nach 173 Monaten, Break-even mit 81. Das ist die Rechnung, die überall steht. Die interessantere: Vergleiche 63 nicht mit 67, sondern mit 65. Dort liegen 348 Euro — für zwei Jahre mehr Arbeit, nicht für vier, und der Vorsprung ist schon nach neun Jahren weg. Break-even mit 74. Die fernere Lebenserwartung eines heute 65-Jährigen liegt laut amtlicher Sterbetafel bei 18 Jahren, bei Frauen bei 21. Wer 83 wird, hat über den Weg mit 65 rund 38.000 Euro mehr als über den Ausstieg mit 63 — über den Weg mit 67 nur rund 8.000. Und von den 433 Euro kommen nur 263 aus dem Abschlag; die anderen 170 daraus, dass vier Jahre lang keine neuen Entgeltpunkte dazukamen. Der Haken: Genau der Weg, der hier am besten abschneidet — 45 Jahre, abschlagsfrei mit 65 — ist der, den die Alterssicherungskommission streichen will. Sie hat am 23. Juni 2026 dreiunddreißig Empfehlungen übergeben. Drei treffen diese Entscheidung: die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren soll zum frühestmöglichen Zeitpunkt fallen, unter Berücksichtigung des verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutzes; die Altersgrenze für die Rente mit 63 soll auf 64 steigen; ab 2032 soll die Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung gekoppelt werden, im Verhältnis 2 zu 1. Gesetz ist davon bis heute nichts — die Koalition hat am 2. Juli aber erklärt, die Empfehlungen bis Ende des Jahres in ein Gesetzespaket zu überführen. #Rente #Rentemit63 #Altersvorsorge #Rentenreform #BWL Quellen: Deutsche Rentenversicherung: Aktueller Rentenwert ab 01.07.2026 = 42,52 € je Entgeltpunkt (Anpassung +4,24 %) — https://www.deutsche-rentenversicheru... (Stand 01.07.2026) SGB VI: Regelaltersgrenze 67 (§ 35), Rente fuer besonders langjaehrig Versicherte ab 65 ohne vorzeitige Inanspruchnahme (§ 38), Rente fuer langjaehrig Versicherte ab 63 (§ 36), Zugangsfaktor 0,3 % je Monat und lebenslange Fixierung (§ 77), Vertrauensschutz fuer Jahrgaenge vor 1953 (§ 236b) — https://www.gesetze-im-internet.de/sg... (geltendes Recht, Juli 2026) Alterssicherungskommission: Bericht mit 33 Empfehlungen, uebergeben am 23.06.2026 — Empfehlung 6 (Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Jahren zum fruehestmoeglichen Zeitpunkt unter Beruecksichtigung des verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutzes; Einsparung etwa 430 Mio. € pro Jahr des Rentenbezugs und pro Rentenzugangsjahrgang), Empfehlung 8 (Altersgrenze fuer langjaehrig Versicherte von 63 auf 64), Empfehlung 5 (Kopplung der Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung im Verhaeltnis 2:1, wirksam ab 2032) — https://www.bundesregierung.de/resour... (Stand 23.06.2026) Statistisches Bundesamt, Sterbetafel 2023/2025: Fernere Lebenserwartung mit 65 Jahren — Maenner 18,0 Jahre, Frauen 21,1 Jahre — https://www.destatis.de/DE/Themen/Ges... (Stand 07.07.2026) Ich beurteile alle Inhalte ausschließlich mit dem Blickwinkel der Wirtschaftswissenschaft und führe Modellrechnungen durch. Keine Gewähr, keine Haftung für alle Angaben in meinen Videos. Ich gebe keine Anlage- Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Einzelfall sollte individuell von einem Fachexperten begleitet und durchgerechnet werden.