Lkw-Brand auf der A4 bei Ohorn: Rettungsgasse funktioniert erneut nicht
Blaulichtreport Lausitz
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Lkw-Brand auf der A4 bei Ohorn: Rettungsgasse funktioniert erneut nicht
*Ohorn.* Ein brennender Sattelzug hat am späten Nachmittag einen größeren Feuerwehreinsatz auf der A4 in Richtung Dresden ausgelöst. Gegen 17.30 Uhr wurden mehrere Feuerwehren zu dem Brand zwischen den Anschlussstellen Ohorn und Pulsnitz alarmiert. Die Autobahn musste vollständig gesperrt werden und blieb auch am Abend dicht. Verletzt wurde niemand.
Das Feuer war im vorderen Bereich des Lastwagens ausgebrochen. Das Führerhaus brannte nahezu vollständig aus, dichter Rauch stieg über der Autobahn auf. Der Sattelzug hatte Fahrzeugteile geladen, von denen einige durch die Flammen beschädigt wurden.
Feuerwehren aus Pulsnitz, Bretnig, Hauswalde, Großröhrsdorf und Ohorn rückten an. Die Einsatzkräfte bekämpften den Brand zunächst mit Wasser und setzten anschließend Schaum ein, um verbliebene Glutnester zu löschen.
Rettungsgasse erschwert Anfahrt
Probleme bereitete erneut die Rettungsgasse. Nach Angaben der Feuerwehr standen zahlreiche Fahrzeuge im Stau zu dicht beieinander. Die Einsatzfahrzeuge mussten immer wieder abbremsen und kamen nur langsam voran. Die Feuerwehr appellierte deshalb an Autofahrer, bereits bei stockendem Verkehr eine ausreichend breite Rettungsgasse zu bilden.
Lkw-Fahrer hilft mit Gabelstapler
Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte dagegen von einem anderen Lastwagenfahrer am Anfang des Staus. Er hatte einen Gabelstapler dabei und stellte ihn für die Löscharbeiten zur Verfügung. Gemeinsam mit Feuerwehrleuten entfernte er damit Teile der Ladung aus dem brennenden Sattelzug. So gelangten die Einsatzkräfte besser an den Brandherd. Die Feuerwehr bedankte sich noch vor Ort ausdrücklich bei dem Fahrer für seine Hilfsbereitschaft.
Die Sperrung der A4 in Richtung Dresden führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auch auf den Umleitungsstrecken bildeten sich Staus, viele Autofahrer mussten lange warten. Die Polizei vermutet einen technischen Defekt als Ursache des Brandes. Der Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.