#46 Rechenzentren im All: Warum der KI auf der Erde der Strom ausgeht | Cash vs Coins
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#46 Rechenzentren im All: Warum der KI auf der Erde der Strom ausgeht | Cash vs Coins
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165 Milliarden Dollar für ein einziges Rechenzentrum und kein Stromanschluss: Die teuerste Baustelle der KI.
Chips, Geld und Mieter sind da. Was fehlt, ist die Genehmigung für den Strom.
In dieser Cash vs Coins-Erklärfolge zeigen Miki Geike und Steffen Fuchs, warum Strom die eigentliche Engstelle der künstlichen Intelligenz ist. Alle Rechenzentren der Welt verbrauchten 2024 rund 415 Terawattstunden, bis 2030 soll sich das auf fast 1.000 verdoppeln. Das ist ungefähr der Jahresstromverbrauch von Deutschland und Frankreich zusammen.
Deshalb testet Google mit Project Suncatcher Rechenzentren im All: ein Satellit von der Größe eines Kühlschranks, vier KI-Chips, ein Kilowatt Leistung, so viel wie ein Föhn. Wir haben die Folge kurz vor dem Start aufgenommen, seit dem 1. Oktober ist der Satellit im Orbit.
Dazu: Steffen ordnet ein, warum das trotzdem nur drei bis vier Prozent der Weltstromproduktion sind und wer der größte einzelne Stromverbraucher der Welt ist. Miki erklärt, warum die Kühlung im All schwieriger ist als gedacht und warum Bitcoin-Miner mit ihren Stromverträgen für KI-Konzerne interessant geworden sind.
Transparenzhinweis: Der Publikumsfonds, den wir mit dem Bankhaus Bauer beraten, hält Aktien von Alphabet (Google) und Oracle sowie von mehreren börsennotierten Bitcoin-Minern. Das ist keine Anlageempfehlung.
Warum es ohne deutlich mehr Strom keine KI-Zukunft gibt, das hörst du in dieser Folge von Cash vs Coins.
🔑 Fünf Kernpunkte:
• Rechenzentren verbrauchten 2024 rund 415 Terawattstunden Strom, bis 2030 fast 1.000.
• 165 Milliarden Dollar für ein Rechenzentrum, und es fehlt die Genehmigung für den Strom.
• Google testet mit Project Suncatcher vier KI-Chips im Orbit, Leistung: ein Föhn.
• 1950 erzeugte die ganze Welt so viel Strom, wie Rechenzentren heute verbrauchen.
• Börsennotierte Bitcoin-Miner halten KI-Verträge über geschätzt 70 bis 100 Milliarden Dollar.
💬 Zitate aus der Episode:
• „Alles ist da. Chips sind da. Geld ist da. Mieter ist da. Und was fehlt? Die Genehmigung für den Strom.“
• „Was heute alle Datenzentren der Welt verbrauchen, war 1950 die gesamte Weltstromproduktion.“
• „Entweder du bist im Schatten, dann ist es super kalt. Oder du bist in der Sonne, dann hast du Energie und rechnest.“
• „Erst wenn du nirgendwo auf der Welt mehr ein Kraftwerk genehmigt bekommst, wirst du mit Nachdruck in den Weltraum gehen.“
• „Es wird nicht ohne deutlich, deutlich mehr Strom in der Zukunft gehen.“
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00:00 Intro
00:42 Begrüßung: Warum Google einen Kühlschrank ins All schießt
01:57 Google geht der Strom aus
02:42 Steffen: Strom wird zum großen Kostenblock der KI
03:58 415 Terawattstunden, bis 2030 fast 1.000
05:04 China drückt beim Strom aufs Gas
06:23 Steffen: Nur drei bis vier Prozent der Weltstromproduktion
08:30 Der größte Stromverbraucher der Welt ist kein KI-Konzern
10:08 165 Milliarden Dollar und keine Genehmigung für den Strom
11:10 Steffen: Genehmigungen sind der Engpass, auch in Deutschland
12:20 Project Suncatcher: vier Chips, ein Kilowatt, ein Föhn
13:41 Steffen: Dieselbe Hürde wie bei der Kernfusion
15:01 Achtmal so viel Solarstrom, aber die Kühlung bremst
16:33 Steffen: Der Weltraum bekommt seine eigene Ökonomie
17:23 Ein Gigawatt Windpark gegen acht Gigawatt KI-Campus
18:28 Steffen: Wer bekommt den knappen Strom?
19:22 Was neben dem Preis zählen sollte
21:59 Steffen: Die Chance für Deutschland
24:40 Bitcoin-Miner als Stromlieferanten der KI
26:33 Verabschiedung
🎙️ Über die Moderatoren:
Michael Geike ist Unternehmer und Blockchain-Pionier der ersten Stunde: Mathematik am Imperial College London, Derivatehändler bei JP Morgan, Mitgründer und CEO der börsengelisteten Advanced Blockchain AG. Seine langfristige Vision macht er heute Anlegern über die Fonds der 21 Oaks Capital GmbH zugänglich.
Steffen Fuchs ist Makrostratege mit über 30 Jahren Kapitalmarkterfahrung, zuletzt Managing Director für das institutionelle Aktienkundengeschäft der Deutschen Bank in Europa. Bei 21 Oaks Capital verantwortet er die Makrostrategie und ordnet Umbrüche wie KI und Blockchain in ihren wirtschaftlichen Kontext ein.