Gottes Weg mit Noah - Predigt über Genesis / 1. Mose 5-9 von Yannick Vogel
BibelNerd
0:00 / 0:00
Gottes Weg mit Noah - Predigt über Genesis / 1. Mose 5-9 von Yannick Vogel
40 просмотров · 7 дней назад
BibelNerd
22 подписчика
40 просмотров · 7 дней назад
Die Bibel wurde von vielen Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten geschrieben. Trotzdem zieht sich ein roter Faden durch die ganze Bibel, der letztlich zu Jesus Christus führt. Die Geschichten des Alten Testaments sind dabei nicht nur alte Erzählungen, sondern weisen auf Gottes späteres Handeln hin.
Schon bei Adam und Eva sehen wir das Grundproblem der Menschheit: Die Menschen vertrauen Gott nicht, sondern wollen selbst bestimmen, was gut und böse ist. Gott kündigt aber an, dass eines Tages ein Nachkomme der Frau die Schlange besiegen wird. Kain, ein Sohn Adams, ist jedoch nicht dieser Retter. Er wird zum Mörder. Auch seine Nachkommen zeigen, wie sehr Gewalt, Selbstsucht und Rache zunehmen.
Dann kommt Noah. Sein Vater Lamech gibt ihm den Namen Noah, weil er hofft, dass dieser seinem Volk Ruhe und Erleichterung bringen wird. Damit stellt sich die Frage: Ist Noah vielleicht der angekündigte Retter? Noah lebt in einer Welt, in der die Menschen immer mehr selbst bestimmen wollen und sich nehmen, was sie für richtig halten. Sie versuchen sogar, sich einen Namen zu machen und etwas zu erreichen, das eigentlich nur Gott schenken kann.
Noah aber findet Gnade bei Gott. Er hat sich Gottes Gunst nicht verdient. Gott schenkt sie ihm und gibt ihm einen Weg zur Rettung: Noah soll eine Arche bauen, weil Gott die böse Menschheit durch eine grosse Flut richten wird. Die Sintflut ist dabei nicht einfach Ausdruck von Gottes unkontrolliertem Zorn. Sie zeigt auch, dass Gott die Menschen nicht endgültig aufgeben will. Durch die Arche schafft er einen Weg, auf dem Noah und seine Familie gerettet werden können.
Die Flut erinnert an die Schöpfung, nur in umgekehrter Richtung. Gott hatte bei der Schöpfung dem Wasser Grenzen gesetzt, Land entstehen lassen und die Erde mit Tieren und Menschen gefüllt. Bei der Flut werden diese Grenzen aufgehoben und die Erde wieder vom Wasser bedeckt. Danach zieht sich das Wasser zurück, das Land erscheint wieder, die Tiere verlassen die Arche und die Menschen beginnen erneut, die Erde zu bevölkern. Die Schöpfungsordnung wird also gewissermassen neu hergestellt.
Doch auch nach der Flut zeigt sich: Noah ist nicht der endgültige Retter. Er sündigt ebenfalls, und die menschliche Bosheit bleibt bestehen. Deshalb braucht die Menschheit weiterhin jemanden, der sie endgültig vor Gottes Gericht rettet. Gott verspricht zwar, die Erde nicht mehr durch eine solche Flut zu zerstören, aber das Problem der Sünde ist damit noch nicht gelöst.
Dann schliesst Gott einen Bund mit den Menschen. Das Besondere daran ist: Gott verspricht selbst, was er tun wird. Der Regenbogen wird zum Zeichen dieses Bundes. Er weist darauf hin, dass Gott selbst die Folgen der menschlichen Schuld tragen wird. Die Arche wird dadurch zu einem Bild für Jesus: Wie Noah in der Arche vor dem Gericht gerettet wurde, so wird der Mensch durch Jesus vor Gottes Gericht bewahrt. Gott selbst wird zur „Arche“, die rettet.
Damit zeigt die Geschichte von Noah Gottes Weg: Noah findet Gnade und wird von Gott durch das Gericht hindurch gerettet. Genau so ist Gottes Weg auch mit uns: Wir können uns die Rettung nicht verdienen, sondern dürfen Gottes Gnade annehmen und uns von ihm retten lassen. Deshalb passt das Gebet am Schluss: „Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich in deiner Wahrheit gehe.“