Ein Asteroid kommt in 7 Stunden. Was tust du?
Rein hypothetisch
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Ein Asteroid kommt in 7 Stunden. Was tust du?
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Rein hypothetisch
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Ein Asteroid, so groß wie der von Tscheljabinsk, wird erst sieben Stunden vor dem Einschlag entdeckt. Er zerplatzt über dem Havelland westlich von Berlin, und du wohnst 40 km entfernt. Wer findet ihn? Wie weiß man so schnell, wo er herunterkommt? Und was tust du in den Stunden, die dir bleiben?
So eine kurze Vorwarnung gab es wirklich: 2026 RW1 wurde im September gut sieben Stunden vor dem Eintritt entdeckt, war aber höchstens einen Meter groß. Wir spielen den Fall mit einem Brocken von rund 20 Metern durch, von der Entdeckung bis zur Druckwelle.
0:00 Ein Licht am Himmel
0:26 Ein echter Fall
0:53 Ein Punkt, der wandert
2:15 Die erste Rechnung
3:47 Die Warnung
4:50 Weg vom Fenster
6:16 Halb fünf
7:12 Wie oft?
8:05 Der blinde Fleck
8:41 Sieben Stunden reichen
Was echt ist und was nicht:
Erfunden ist, dass ein Brocken dieser Größe so spät entdeckt wird. Möglich ist das nur, wenn er aus Richtung der Sonne kommt. Auch Tag, Uhrzeiten, die Sternwarte in Japan, der Ort und deine 40 km sind ausgedacht. Wer die Bevölkerung bei einem Asteroiden wann warnt, ist nirgends öffentlich beschrieben; gezeigt ist ein möglicher Weg über die vorhandenen Warnkanäle. Die Tipps stammen aus dem BBK-Ratgeber für Explosionen. Die Wirkung in 40 km kommt aus einem groben Rechenmodell und aus Tscheljabinsk. Abstände im All sind nicht maßstäblich, die Zeit ist gerafft.
Rechenwege (gerundet):
Tempo: Eintritt mit 19 km/s wie Tscheljabinsk. Weit draußen, ohne den Zug der Erde: √(19² − 11,1²) ≈ 15,4 km/s. 15,4 km/s × 3.600 s ≈ 55.000 km/h.
Abstand 7 h vorher: Bahn rückwärts gerechnet ≈ 401.000 km (Mond im Mittel 384.400 km).
Warum so spät: Aus 40° Abstand zur Sonne sehen wir fast nur seine Nachtseite. Hell genug für eine Durchmusterung (Helligkeit 19,7) wird er erst rund 7 h vorher. Aus der Gegenrichtung hätte er schon 2 Tage vorher 18,3.
Größe aus Helligkeit: D = 1.329 km ÷ √Albedo × 10^(−H/5). Bei H = 25,7: Albedo 0,05 → 42 m, 0,25 → 19 m.
Schall: √(40² + 30²) = 50 km. 50 km × 3 s/km = 150 s = 2,5 min (Rechenmodell: 2 min 34 s).
Energie: Rechenmodell 510.000 t TNT, Zerplatzen in 31 km Höhe.
Ab rund 20 m bekannt: 34.391 Objekte ÷ 1,6 bis 2,4 Mio. geschätzte ≈ 1–2 %.
Quellen:
2026 RW1, 2024 BX1 (Ribbeck), vorab entdeckte Einschläge: ESA NEOCC – https://neo.ssa.esa.int/past-impactors
Abstand und Helligkeit: JPL Horizons – https://ssd.jpl.nasa.gov/horizons/
Durchmusterung: Catalina Sky Survey – https://sbnarchive.psi.edu/pds4/surve...
Bahnrechnung: NASA Scout – https://cneos.jpl.nasa.gov/scout/intr...
ESA Meerkat und 2024 BX1 – https://arxiv.org/abs/2601.13323
2024 BX1 bei Berlin: NASA – https://www.nasa.gov/solar-system/ast...
Farbe kurz vor dem Einschlag: https://arxiv.org/abs/2505.23736
Größe und Helligkeit: CNEOS – https://cneos.jpl.nasa.gov/tools/ast_...
Warnnetz IAWN – https://iawn.net/about.shtml
Weltraumlagezentrum und Meldekette: Bundestag Drs. 19/32496 – https://dserver.bundestag.de/btd/19/3...
Cell Broadcast: BBK – https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vo...
Schutz bei Explosionen: BBK – https://www.bbk.bund.de/explosionen
Tscheljabinsk: ESA – https://www.esa.int/Space_Safety/Prep...
Tscheljabinsk, Schäden: Popova u. a. 2013 – http://cams.seti.org/Popova2013-ms.pdf
Tscheljabinsk, Druckwelle: NASA Ames – https://www.nas.nasa.gov/publications...
Rechenmodell: Impact Effects (Collins, Melosh, Marcus) – https://impact.ese.ic.ac.uk/
2008 TC3: CNEOS – https://cneos.jpl.nasa.gov/news/2008t...
Bekannte Asteroiden: CNEOS – https://cneos.jpl.nasa.gov/stats/tota...
Geschätzte Zahl: NASA – https://science.nasa.gov/science-rese...
Modell NEOMOD2: Nesvorný u. a. 2024 – https://arxiv.org/abs/2312.09406
Rubin-Observatorium: NOIRLab – https://noirlab.edu/public/news/noirl...
NEOMIR: ESA – https://www.esa.int/Space_Safety/Plan...
NEO Surveyor: NASA – https://science.nasa.gov/mission/neo-...
DART: NASA – https://science.nasa.gov/mission/dart/
Höhen der Karte: Produced using Copernicus data and information funded by the European Union - EU-DEM layers. Für das Video bearbeitet.
Grenzen, Flüsse, Seen: Natural Earth (gemeinfrei)
Erdfarben: NASA Earth Observatory (Blue Marble)
Die Sprecherin ist eine KI-Stimme (Google Gemini). Skript und Recherche sind mit KI-Unterstützung entstanden, die Fakten haben wir geprüft. Töne und die 3D-Animation (Three.js) sind selbst gemacht.
Impressum: / @reinhypothetisch
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