Das Altmühltal verbirgt etwas, worüber niemand spricht
Tiefer Grund
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Das Altmühltal verbirgt etwas, worüber niemand spricht
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Tiefer Grund
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Setz ein Werkzeug an der Kante einer Kalkplatte aus dem Altmühltal an und schlag leicht dagegen. Der Stein spaltet entlang einer Schichtfläche, sauber wie eine Buchseite. Die Fläche, die dabei entsteht, ist so feinkörnig, dass man auf ihr drucken kann — und feinkörnig genug, um den Abdruck einer einzelnen Feder zu halten.
Zwanzig Fakten, rückwärts gezählt: über ein tropisches Flachmeer vor rund hundertfünfzig Millionen Jahren, über Lagunen, die durch Schwamm- und Algenriffe vom offenen Meer abgeschnitten waren, über eine hypersaline und sauerstofffreie Zone am Grund dieser Wannen, über die Feder, die dem Archaeopteryx seinen Namen gab und wahrscheinlich gar nicht von ihm stammt, und über Tiere, die dort gestorben sind, während sie noch gelaufen sind — man findet die Spur, und am Ende der Spur liegt der, der sie gemacht hat.
Zur Einordnung: Die Zahl der bekannten Archaeopteryx-Exemplare wird je nach Quelle mit zehn bis vierzehn angegeben, und das hat Gründe, die im Video erklärt werden. Das Haarlemer Exemplar wurde zweitausendsiebzehn einer anderen Gattung zugeordnet, und die Position von Archaeopteryx im Stammbaum der Vögel ist bis heute umstritten. Auch die Altersangaben für die Solnhofener Plattenkalke schwanken zwischen etwa hundertfünfundvierzig und hundertdreiundfünfzig Millionen Jahren.
Bild- und Videomaterial dient der Illustration und wird im Rahmen des Zitatrechts nach Paragraf einundfünfzig UrhG sowie nach Fair-Use-Grundsätzen genutzt. Alle Rechte verbleiben bei den jeweiligen Urhebern. Bei Beanstandungen genügt eine kurze Nachricht.
#Altmühltal #Solnhofen #Archaeopteryx #Fossilien #Jura