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Schwanden GL, Reformierte Kirche, Vollgeläute

Robin Marti KirchenGlocken

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Schwanden GL, Reformierte Kirche, Vollgeläute

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Schwanden GL Reformierte Kirche Konfession: evangelisch-reformiert Es ertönen alle 5 Glocken: B° d’ f’ g’ b’ Aufnahme vom Samstag, 27.06.2026, 12h15, Sondergeläute. Die Kirche von Schwanden erhielt 1897 ein neues stattliches Geläute. Es entstand bei der Aarauer Giesserei Rüetschi und erklingt im erweiterten Wachet-auf-Motiv. Die mittlere Glocke musste 2015 nach einem Sprung geschweisst werden. Das Geläute ist recht klangvoll und wirkt festlich. Schwanden wurde bereits im Jahre 1240 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich war es nach Glarus kirchgenössig. Mitte des 14. Jhs. wurde jedoch eine eigne Kirche gebaut, die 1349 geweiht wurde und deren Mauerwerk im heutigen Bau noch grösstenteils erhalten ist. Erst 1371 wurde Schwanden endgültig von Glarus lösgelöst. 1528 trat ein Grossteil der Schwander zum neuen Glauben über, jedoch wurde die Kirche noch einige Zeit paritätisch genutzt, ehe sie ganz dem reformierten Kult diente. Die bislang kaum veränderte Kirche wurde 1752-1753 durch die Appenzeller Baumeister Grubenmann vergrössert, gleichzeitig wurde auch der Turm erhöht. 1870-1873 erfolgte eine Umgestaltung im Sinne des Historismus. Ein erneuter Umbau 1949-1950 führte zu einer weiteren Verlängerung der Kirche sowie zur Purifizierung des Aussenbaus als auch des Innenraums. Die letzte Restauration fand 2022-2023 statt. Hart an der Strasse steht die reformierte Kirche mit ihrem hohen Chorturm, dessen barocker Spitzhelm heute ein Wahrzeichen des Dorfes bildet. Der Aussenbau ist sehr schlicht gehalten. Neben dem Haupteingang ist ein Fragment eines gotischen Sakramentshäuschens von 1349 zu sehen. Auch der langgezogene Kirchenraum ist sehr einfach. Als einzige Relikte historischer Ausstattung sind die gemalten Tafeln an der Decke des Turmchores von 1753 erhalten. Das Chorfenster von 1970 stammt wurde nach einem Entwurf von Christian Oehler gefertigt und zeigt das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Die übrige Ausstattung ist von geringem Interesse. Die Orgel von 1950 ist ein Werk der Firma Kuhn, Männedorf. Herzlichen Dank dem Kollegen für die Organisation und die freundliche Einladung. Daten der Glocken: Alle 5 Glocken wurden 1897 von Rüetschi & Co in Aarau gegossen. Nr. 1 Festglocke Gewicht: 3’257 kg Schlagton: B° +3/16 Nr. 2 Mittagsglocke Gewicht: 1’768 kg Schlagton: d’ +2/16 Nr. 3 Bet- oder Abendglocke Gewicht: 980 kg Schlagton: f +5/16 Nr. 4 Vesperglocke Gewicht: 705 kg Schlagton: g’ +4/16 Nr. 5 Kinderglocke Gewicht: 427 kg Schlagton: b’ +7/16 Bilder, Tonaufnahme und Text: Robin Marti