Wo denkt die Maschine? Das Rätsel der Quantencomputer
GER STATION
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Wo denkt die Maschine? Das Rätsel der Quantencomputer
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Zweihundert Sekunden. Das war die Zeit, die eine Maschine in einem Laboratorium in Kalifornien gebraucht hat, um eine einzige Berechnung zu beenden. Der beste gewöhnliche Supercomputer der Welt würde für dieselbe Aufgabe zehntausend Jahre benötigen. Doch die Geschwindigkeit ist nicht das eigentlich Merkwürdige. Das eigentlich Merkwürdige ist: Niemand von denen, die diese Maschine gebaut haben, kann Ihnen sagen, wo die Berechnung wirklich stattgefunden hat.
In diesem Film gehen wir dieser Frage ruhig und geduldig nach. Wir folgen den Gedanken großer deutschsprachiger Physiker — von Max Planck und Werner Heisenberg über Erwin Schrödinger, Max Born und Wolfgang Pauli bis zu H. Dieter Zeh in Heidelberg, Rainer Blatt und Peter Zoller in Innsbruck, Immanuel Bloch in Garching und Anton Zeilinger in Wien, der 2022 den Nobelpreis für seine Bell-Experimente erhielt. Wir sprechen über Sycamore und Willow, über Josephson-Kontakte und Oberflächencodes, über den chinesischen Micius-Satelliten, über Ettore Majorana, der 1938 auf hoher See verschwand, und über eines der tiefsten Rätsel der modernen Physik: die Nicht-Lokalität der Wirklichkeit.
Der berühmte Streit zwischen Einstein und Bohr, der 1927 in Brüssel begann, ist nach fast einem Jahrhundert experimentell entschieden. Und die Antwort ist unbequemer, als man erwartet hatte. Die Welt ist nicht dort, wo unsere Augen sie sehen. Die Trennung, die uns umgibt, ist eine Oberfläche. Und darunter, wenn diese Maschinen die Wahrheit sagen, ist alles anders verbunden, als wir es erleben.
Eine langsame, ehrliche Reise an den Rand dessen, was wir über die Wirklichkeit wissen. Und über das, worauf wir stehen.
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