Filztulpe basteln - Osterschmuck aus Filz mit Anleitung!
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Filztulpe basteln - Osterschmuck aus Filz mit Anleitung!
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Filzen ist wirklich ganz einfach, wenn man ein paar Dinge berücksichtigt. Katharina erklärt, wie man richtig über ein Ei filzt und dann den Filz so aufschneidet, das eine Blüte entsteht.
Schaue auch auf unsere Playlist, um weitere Anleitungen für Gestaltungsideen mit und für Kinder zu finden: https://goo.gl/L61j8Z
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Vor ca. 2500 Jahren entwickelten Hirtenvölker aus dem Norden des europäisch-asiatischen Raumes das Filzen, um daraus Kleidung, Gebrauchs- und Kultgegenstände herzustellen. Filz konnte und kann ohne aufwendige technische Hilfsmittel angefertigt werden. Die Technik von damals blieb bis heute unverändert!
Beim Nassfilzen zusehen, wie aus losen Wollfasern, Wasser, Seife und viel Geduld eine feste Struktur entsteht, kann eine Art von Entspannung sein. Dabei sind den Ideen keine Grenzen gesetzt: Geometrisches, Abstraktes oder "reale" Bilder, Masken, Taschen oder Hüte, Spielzeug, Praktisches oder Dekoratives, Filigranes oder Grobes. Oder eben eine Filztulpe für das Osterfest!
Hier:
Nassfilzen mit Merinowolle im Kammzug
Diese sehr fein gekämmte Wolle eignet sich besonders gut zum Nassfilzen, da die Wollfasern durch das Kämmen parallel zueinander ausgerichtet sind und es keine Knötchen oder Verunreinigungen gibt.
Materialien:
• Merinowolle
• Warmes Wasser
• Unterlage, z.B. ein Tablett
• Ei aus Gummi oder hartgekochtes Ei
• Olivenöl Seife
• Waschbrett oder Ablage einer Spüle
• 2 Schüsseln
• Nadel und Faden
Anleitung:
• Die Grundform, ein Ei, wird zu Beginn mit kleinen Flocken der Wolle belegt. Wichtig ist hierbei, die Flocken kreuz und quer und gleichmäßig über das Ei zu verteilen, damit der Filz später überall die gleiche Stärke hat.
• Wenn das Ei komplett bedeckt ist, wird es mit beiden Händen in eine Schüssel mit aufgeschäumter Olivenölseife getaucht. Am besten ist es, wenn man vorher das Wasser mit der Seife ordentlich aufschäumt.
• Das Ei wieder aus dem Wasser herausnehmen und ganz vorsichtig (wie ein kleines Küken) in den Händen hin und her bewegen. Man spürt mach einer Weile, dass sich die Wolle immer fester anfühlt. Je fester die Wolle wird, desto fester kann man auch mit dem Ei umgehen.
• Zum Schluss wird das Ei von allen Seiten über ein Waschbrett (Spüle) "gerubbelt". Die Blüte ist jetzt fertig und kann mit einer Schere in kleine Blüten von oben eingeschnitten werden und in der Zwischenzeit auf der Heizung trocknen.
• Der Stiel wird ähnlich gemacht, nur nicht um eine Form herum gewickelt. Ca. 20 cm von dem Wollstrang abtrennen und vorsichtig z.B. auf dem Hosenbein hin und her rollen.
• In das warme Seifenwasser tauchen und den Strang auf einem Tablett, oder z.B. in einem Bambusrollo oder Sushi- Set einrollen und hin und her bewegen. Beide Teile gründlich unter fließendem Wasser ausspülen, damit keine Seifenreste mehr in der Wolle bleiben, sie wird sonst irgendwann brüchig.
• Wenn der Stiel schön fest ist, kann er unten an die Tulpenblüte angenäht werden.
• Um ganz sicher zu sein, ob die Teile fertig gefilzt sind, sollte man eine Filzprobe machen. Dafür zieht man mit Daumen- und Zeigefinger vorsichtig an den Wollfasern, wenn sie sich nicht mehr lösen, ist das Filzprodukt fertig.
Idee und Umsetzung: Katharina Kurzawa