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BUBIKON: (CH - ZH) Geläute der Reformierten Kirche

Niklausglocke

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BUBIKON: (CH - ZH) Geläute der Reformierten Kirche

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Es läuten die vier Glocken der Reformierten Kirche in Bubikon den Sonntag aus. Stimmung: H° dis' fis' ais' Giesser: Hermann Rüetschi, Aarau Gussjahr: 1903 Die Geschichte der Bubiker Dorfkirche reicht bis ins Mittelalter zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie 1382. Damals wurde einem Johanniterbruder gestattet, in der Kirche „zu singen und zu lesen“, also die Messe zu feiern. Bereits 1192 hatte Diethelm V. von Toggenburg die Kirche anlässlich der Stiftung der benachbarten Johanniter-Komturei den Johannitern übergeben. Die heutige Kirche entstand 1498 auf dem Grundriss des Vorgängerbaus. Sie gehört zum Typus der spätmittelalterlichen „Zürcher Landkirchen“. Der Bau wurde von Heinrich Simon von Rapperswil im Auftrag der Johanniter ausgeführt. Im Zuge der Reformation wurde die Johanniterkommende 1528 aufgehoben. Die Kirche ging damit faktisch in Zürcher Besitz über. Die grundherrlichen Rechte des Johanniterordens blieben jedoch bis 1798 bestehen. Mit dem Wachstum der Dorfbevölkerung wurde das Langhaus 1764 nach Westen verlängert und im letzten Abschnitt verbreitert. Die Erweiterung erfolgte im Stil des Rokoko und veränderte den Innenraum wesentlich. Eine bis zum älteren, schmaleren Schiffsteil reichende Empore vergrösserte die verfügbare Fläche um rund ein Drittel. Die Flachdecke des Kirchenschiffs wurde mit Stuck versehen; im erweiterten Bereich erhielt sie an den Rändern eine leichte Wölbung. Eine markante Veränderung des äusseren Erscheinungsbildes erfolgte 1903. Auf den älteren, vermutlich teilweise romanischen Geschossen des niedrigen und querfirstigen Käsbissenturms wurde ein hoher neugotischer Turm mit spitzem Helm errichtet. Damit erhielt die Kirche ihre bis heute charakteristische Silhouette. Weitere Veränderungen erfolgten 1956/58. Dabei wurde insbesondere die Rokoko-Erweiterung des Langhauses umgestaltet, die Orgelnische zurückgebaut und die neue Orgel auf der Empore eingebaut. Eine umfassende Renovation in den Jahren 1994/95 sicherte den Bau für die Zukunft. Die heutige Kirche vereint somit Elemente aus mehreren Jahrhunderten: den spätmittelalterlichen Kernbau von 1498, die Rokoko-Erweiterung von 1764 und den neugotischen Turmaufbau von 1903. In ihrer heutigen Gestalt zeugt sie eindrücklich von der wechselvollen Bau-, Kirchen- und Ortsgeschichte Bubikons. Ein herzliches Dankeschön dem Sigrist für das offen lassen der Turmtüre!