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25 Jahre bewohnt, und 2030 stürzt sie ab. Die ISS von innen

MÖGLICHE WELTEN

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25 Jahre bewohnt, und 2030 stürzt sie ab. Die ISS von innen

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Am 2. November 2026 ist die Internationale Raumstation genau 25 Jahre ununterbrochen bewohnt. Und um 2030 endet ihr Betrieb: Danach wird sie kontrolliert zum Absturz gebracht, ein eigens gebautes Fahrzeug dockt an und lenkt 420 Tonnen gezielt in den Südpazifik, in das Gebiet um Point Nemo. Dieses Video nimmt sie vorher Stück für Stück auseinander, von der ersten Schraube bis zum Wiedereintritt. Angefangen hat sie am 20. November 1998 mit einem einzigen Modul. Alles Weitere kam in Dutzenden Starts hinterher und wurde im Orbit zusammengesetzt, bei 400 Kilometern Höhe und 7,66 Kilometern pro Sekunde. Heute sind es rund 916 Kubikmeter Druckvolumen an einer Gitterstruktur von 109 Metern, zusammengebaut von Menschen in Raumanzügen, Modul für Modul. Alle 90 Minuten umrundet das Ganze die Erde, 16 Sonnenaufgänge am Tag. WIE ÜBERLEBT MAN DORT OBEN? Der Sauerstoff kommt nicht von der Erde. Eine Anlage spaltet Wasser per Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff. Das Kohlendioxid, das die Besatzung ausatmet, wird aus der Kabinenluft herausgefiltert und nach draußen abgegeben. Und das Wasser läuft im Kreis: Urin, Schweiß und Atemfeuchte werden aufbereitet und wieder getrunken. Die Rückgewinnungsrate liegt bei rund 98 Prozent. Dazu kommen die Dinge, über die selten jemand spricht. Vier schwere Kreisel halten die Station in Lage, ohne einen Tropfen Treibstoff zu verbrauchen. Acht Solarflügel liefern den Strom. Und die Abwärme muss aktiv nach draußen geschafft werden, über Kühlkreisläufe, in denen flüssiges Ammoniak zirkuliert — eines der gefährlichsten Dinge an Bord, gleich nach Feuer und Druckverlust. WELTRAUMSCHROTT UND DER RISS Ein Partikel von einem Zentimeter trifft die Station mit etwa 8 Kilometern pro Sekunde. Dagegen helfen keine dicken Wände: die Außenhülle besteht aus mehreren dünnen Schichten mit Abstand dazwischen, die ein Geschoss zerlegen, bevor es den Druckkörper erreicht. Größere Objekte werden vom Boden aus verfolgt, und bei Bedarf weicht die Station aus. Und dann ist da das Leck. Im Übergangstunnel am russischen Modul Swesda entweicht seit 2019 Luft. Die Stelle wurde mehrfach abgedichtet, und der Tunnel wird inzwischen weitgehend geschlossen gehalten. DAS ABLAUFDATUM Der Betrieb ist bis 2030 zugesagt. Danach soll die Station kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Dafür hat die NASA 2024 einen Auftrag über rund 843 Millionen Dollar an SpaceX vergeben: ein eigens gebautes Fahrzeug, das US Deorbit Vehicle, soll andocken und die 420 Tonnen gezielt in den Südpazifik lenken, in das Gebiet um Point Nemo. KAPITEL 0:00 Das Ende: warum die ISS absichtlich abstürzt 1:43 Die Vorgeschichte: zwei Stationen, die nie gebaut wurden 2:50 Das Puzzle: wie man 420 Tonnen im Orbit zusammensetzt 5:40 Die Katastrophe, die den Bau anhielt 7:56 Der Alltag: 16 Sonnenaufgänge pro Tag 9:29 Der Außeneinsatz: Arbeiten im Raumanzug 11:02 Die Luft: Sauerstoff aus Wasser, CO2 aus der Kabine 12:32 Das Wasser: aus Urin und Schweiß wieder trinkbar 13:15 Die Frachter: wie der Nachschub ankommt 15:20 Weltraumschrott: Einschläge mit 8 Kilometern pro Sekunde 17:04 Die Strahlung: was die Besatzung wirklich abbekommt 18:44 Kreisel und Strom: vier Gyroskope, acht Solarflügel 20:52 Hitze und Ammoniak: wie die Station Wärme loswird 22:37 Die Notfälle: Feuer, Druckverlust, Ammoniak 23:59 Der Riss: das Leck im russischen Tunnel 24:57 Die Rückkehr: der Weg zurück zur Erde 26:04 Das Ablaufdatum: 2030 und der Punkt Nemo GEMESSEN UND GEPLANT Gemessen: Baubeginn am 20. November 1998, durchgehend bewohnt seit dem 2. November 2000, rund 420 Tonnen Masse, 109 Meter Gitterstruktur, etwa 916 Kubikmeter Druckvolumen, Bahnhöhe um 400 Kilometer, Umlaufzeit rund 90 Minuten, Wasserrückgewinnung bei etwa 98 Prozent, Luftverlust im Übergangstunnel seit 2019. Geplant: das Betriebsende 2030 und der kontrollierte Wiedereintritt danach. Ein Datum im Kalender ist kein Ergebnis — der Termin ist in den letzten zwanzig Jahren mehrfach nach hinten gerückt. Offen: was nach der ISS kommt. Mehrere private Stationen sind angekündigt, geflogen ist bisher keine. QUELLEN · NASA — International Space Station Facts and Figures: Masse, Abmessungen, Druckvolumen, Bahnhöhe. · NASA — Environmental Control and Life Support System: Elektrolyse, CO2-Entfernung, Wasseraufbereitung und die Rückgewinnungsrate von 98 Prozent. · NASA / Roskosmos — Luftverlust im Übergangstunnel des Moduls Swesda, dokumentiert seit 2019. · NASA, Juni 2024 — Auftrag über rund 843 Millionen Dollar an SpaceX für das US Deorbit Vehicle; Wiedereintritt im Südpazifik nach 2030. · NASA Orbital Debris Program Office — Schutzschilde, Ausweichmanöver. Würdest du sechs Monate dort oben leben? Schreib in die Kommentare, was dich am meisten abschrecken würde: die Enge, die Strahlung oder das Wasser. Abonniere den Kanal: Jede Woche erklären wir eine gigantische Maschine von innen. Bilder: NASA (gemeinfrei). Einige Szenen wurden zur Veranschaulichung visualisiert. #ISS #Raumstation #Raumfahrt