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Ein Tag als Bergmann im Ruhrgebiet, 1910 – 800 Meter unter Tage

Ein Tag damals

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Ein Tag als Bergmann im Ruhrgebiet, 1910 – 800 Meter unter Tage

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Ein Tag damals
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Herbst 1910, halb fünf: Du wachst in einer Zechenkolonie bei Dortmund auf – als Bergmann auf Zeche Zollern im Ruhrgebiet. Eine Schicht 800 Meter unter Tage, Minute für Minute. Und am Abend musst du über deinen Sohn entscheiden. Kettenkaue, Lampenstube, Seilfahrt. Ein Flöz von einem Meter zwanzig, die Keilhaue in der Hand, ein Grubenpferd namens Max, das den Weg besser kennt als du. Ein Steiger mit Kreide und Notizbuch, der schätzt, was dein Wagen wert ist. Ein Stempel, der nachgibt. Eine Wetterlampe, deren Flamme eine blaue Kappe bekommt – zwei Jahre nach Radbod. Und vor dem Zechentor wartet Brinkmann mit einem Angebot: Montag kann dein Wilhelm, vierzehn Jahre alt, an der Lesebank anfangen. Eine Mark fünfzig am Tag. Marie will ihn lieber in die Schlosserlehre schicken – drei Jahre ohne Lohn. Pütt oder Lehre? Schreib es in die Kommentare – ich lese jeden einzelnen. Und wenn dein Opa oder Uropa selbst eingefahren ist: Auf welcher Zeche? Darum geht es in dieser Folge: – Wie eine Frühschicht im Ruhrbergbau um 1910 ablief: Kaue, Seilfahrt, Streb, Ausfahrt – Gedinge, Abzug und „Nullen“: wie der Lohn eines Hauers entstand – und was das Berggesetz von 1905 daran änderte – Warum Steinfall unter Tage häufiger tötete als Schlagwetter – und was die Knappschaft zahlte – Zechenkolonie, Kostgänger, Deputatkohle: wie die Zeche das ganze Leben einer Familie band – Die „Ruhrpolen“ und der Sprachenparagraph des Reichsvereinsgesetzes von 1908 – Was 5 Mark 40 Schichtlohn wirklich wert waren – nach Abzug, Knappschaft und Miete Kapitel 0:00 Halb fünf in der Zechenkolonie 0:58 Die Küche: Muckefuck, Henkelmann, der Kostgänger 3:06 Kaue, Lampenstube, Seilfahrt – 800 Meter unter Tage 5:15 Strecke und Streb: Grubenpferd, Keilhaue, Gedinge 7:34 Der Abzug – und das Berggesetz von 1905 9:09 Steinfall 11:23 Ausfahrt – und Brinkmanns Angebot 12:57 Nachmittag in der Kolonie: Ziegen, Tauben, Deputatkohle 14:55 Abend am Küchentisch: Pütt oder Lehre? 16:56 Nacht 17:54 Am Sonntag: Kindheit in der DDR, 1985 „Ein Tag als Bergmann im Ruhrgebiet, 1910“ ist Folge 2 von „Ein Tag damals“. Folge 1: Ein Tag als Hanse-Kaufmann in Lübeck, 1400 – (Link) Nächste Folge: Kindheit in der DDR, 1985 – ein ganz normaler Tag (Sonntag, 4. Oktober, 18 Uhr) Playlist „Ein Tag als …“: (Link nach Veröffentlichung eintragen) Quellen und Literatur (Auswahl) – Klaus Tenfelde: Sozialgeschichte der Bergarbeiterschaft an der Ruhr im 19. Jahrhundert – Deutsches Bergbau-Museum Bochum: Kettenkaue, Wetterlampe, Grubenpferde – LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Dortmund-Bövinghausen (Maschinenhalle 1904) – Novelle zum Allgemeinen Berggesetz vom 14. Juli 1905 (Preußische Gesetzsammlung) – Reichsvereinsgesetz vom 19. April 1908, § 12 (RGBl. 1908) – Landesarchiv NRW: Grubenunglück Radbod, 12. November 1908 Zahlen, Daten und Namen sind belegt; wo die Forschung unsicher ist, sagt es der Text. Die Familie und ihre Namen sind erfunden, ihre Lage nicht. Über den Kanal: „Ein Tag damals“ erzählt den Alltag vergangener Jahrhunderte aus deiner Sicht – recherchiert, ohne Romantik. Abonnieren, wenn du das nächste Jahrhundert nicht verpassen willst. Hinweis: Die Bilder sind KI-gestützte Illustrationen nach historischen Vorlagen, die Stimme ist synthetisch. Die Fakten sind es nicht. #Ruhrgebiet #Bergbau #Zeche #Ruhrpott #Kaiserreich #Geschichte #Doku #EinTagDamals