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Diekirch: Panzer, Dioramen & Ardennenoffensive – Luxemburgs Militärgeschichte hautnah !

Anja auf Reisen

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Diekirch: Panzer, Dioramen & Ardennenoffensive – Luxemburgs Militärgeschichte hautnah !

16 просмотров · 12 дн. назад
Anja auf Reisen
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Das Nationale Museum für Militärgeschichte in Diekirch, Luxemburg – offiziell Musée National d’Histoire Militaire (MNHM) – gehört zu den bedeutendsten militärhistorischen Museen der Region. Der Schwerpunkt liegt auf der Ardennenoffensive 1944/45 und den schweren Kämpfen, die Luxemburg in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs erlebte. Das Museum zeigt die Ereignisse bewusst aus amerikanischer, deutscher und ziviler Perspektive. Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen lebensgroßen Dioramen, in denen Gefechtssituationen, Unterstände, Soldatenalltag und das Leben der Zivilbevölkerung realistisch nachgestellt werden. Die Sammlung umfasst mehr als 100.000 militärhistorische Objekte, darunter Uniformen, Waffen, Ausrüstungsgegenstände, persönliche Dokumente, Fotos, Karten sowie Rad- und Kettenfahrzeuge. Rund 50 historische Fahrzeuge sind Teil der Ausstellung. Ein Höhepunkt des Museums ist die detaillierte Rekonstruktion des Sauerübergangs bei Diekirch am 18. Januar 1945durch Einheiten der 5. US-Infanteriedivision. Entstanden ist das Museum aus einer Initiative von Geschichtsinteressierten und Sammlern. Es öffnete 1984 zunächst als Historisches Museum Diekirch und entwickelte sich anschließend zu einem überregional bekannten Militärmuseum. Deutsche Verbände Der deutsche Angriff wurde im Wesentlichen von drei Armeen der Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Walter Model geführt: • 6. Panzerarmee unter SS-Oberstgruppenführer Josef „Sepp“ Dietrich Dazu gehörten unter anderem die 1. SS-Panzer-Division „Leibstandarte SS Adolf Hitler“, die 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“, später auch die 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ und die 9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen“. Bekannt wurde besonders die Kampfgruppe Peiper der 1. SS-Panzer-Division. • 5. Panzerarmee unter General Hasso von Manteuffel Zu ihren wichtigsten Verbänden gehörten die 2. Panzer-Division, die Panzer-Lehr-Division, die 116. Panzer-Division „Windhund“ sowie mehrere Volksgrenadierdivisionen, darunter die 18., 26., 62. und 560. Volksgrenadier-Division. Diese Armee stieß besonders in Richtung Bastogne und Maas vor. • 7. Armee unter General Erich Brandenberger Sie sicherte die südliche Flanke des deutschen Angriffs. Zu ihr gehörten unter anderem die 5. Fallschirmjäger-Division, die 212. Volksgrenadier-Division, die 276. Volksgrenadier-Division und die 352. Volksgrenadier-Division. Auf deutscher Seite kamen zusätzlich Spezialverbände zum Einsatz, beispielsweise die Panzerbrigade 150 unter Otto Skorzeny im Rahmen des Unternehmens „Greif“. Amerikanische Verbände Auf amerikanischer Seite traf der Angriff zunächst vor allem die 1. US-Armee unter General Courtney Hodges. Später griff die 3. US-Armee unter General George S. Patton von Süden ein. Besonders bekannt sind folgende Divisionen: • 106th Infantry Division – erlitt im Raum Schnee Eifel schwere Verluste; große Teile gerieten in deutsche Gefangenschaft. • 28th Infantry Division – kämpfte unter anderem im Raum Wiltz, Clervaux und Bastogne. • 99th Infantry Division – hielt zusammen mit der 2nd Infantry Division wichtige Stellungen im Bereich Elsenborn. • 2nd Infantry Division – kämpfte insbesondere am nördlichen Rand des deutschen Durchbruchs. • 1st Infantry Division „Big Red One“ – wurde zur Verstärkung des Nordabschnitts eingesetzt. • 30th Infantry Division „Old Hickory“ – spielte eine wichtige Rolle bei den Kämpfen um Stavelot, La Gleize und Malmedy. • 4th Infantry Division – verteidigte den südlichen Abschnitt der Front. • 101st Airborne Division „Screaming Eagles“ – berühmt geworden durch die Verteidigung von Bastogne. • 82nd Airborne Division – kämpfte nördlich von Bastogne im Raum St. Vith, Vielsalm und Werbomont. • 7th Armored Division – besonders wichtig bei der Verteidigung von St. Vith. • 9th Armored Division – Teile der Division kämpften unter anderem bei St. Vith und Bastogne. • 10th Armored Division – unterstützte die Verteidigung von Bastogne. • 3rd Armored Division „Spearhead“ – kämpfte im nördlichen Abschnitt gegen die deutschen Panzerverbände. • 2nd Armored Division „Hell on Wheels“ – entscheidend bei den Kämpfen gegen die Spitze der deutschen 2. Panzer-Division bei Celles. Besonders wichtig wurde anschließend Pattons 3. US-Armee. Sie schwenkte aus dem Raum Saarland nach Norden und griff die deutschen Verbände südlich von Bastogne an. Dazu gehörten unter anderem die 4th Armored Division, die 26th Infantry Division, die 35th Infantry Division und die 80th Infantry Division. Am 26. Dezember 1944 gelang Teilen der 4th Armored Division der Durchbruch nach Bastogne. Das Museum befindet sich in der 10, Rue Bamertal, L-9209 Diekirch. Aktuell ist es dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet; montags bleibt es geschlossen. Der reguläre Eintritt für Erwachsene beträgt derzeit 5 Euro. #Diekirch #Militärmuseum #Ardennenoffensive #Luxemburg #MilitaryHistory