Steinhaus bei Wels (A), kath. Pfarrkirche, Geläutepräsentation (Turmaufnahme)
Christus Glocke
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Steinhaus bei Wels (A), kath. Pfarrkirche, Geläutepräsentation (Turmaufnahme)
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Christus Glocke
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Präsentiert wird eine Turmaufnahme des Geläutes der katholischen Pfarrkirche zu allen Heiligen Aposteln in Steinhaus bei Wels.
Die oberösterreichische Marktgemeinde Steinhaus befindet sich im Bezirk Wels-Land und zählt ca. 2600 Einwohner.
Im Ortszentrum befindet sich die katholische Pfarrkirche. Geweiht wurde sie allen Aposteln. Die erste Urkundliche Erwähnung der Kirche in Steinhaus geht auf das Jahr 1270 zurück. Der heutige Kirchenbau stammt jedoch aus dem Jahr 1683. Es handelt sich um ein einschiffiges, dreijochiges Langhaus mit Tonnengewölbe. Der barocke Hochaltar kam 10 Jahre nach Erbauung hinzu. Im Jahr 1793 wurde der auf der Westseite eingebaute Kirchturm weiter ausgebaut und bis zu seiner heutigen Form vollendet. Der Bau wurde außerdem 1882 durch den südlichen Anbau der Josefskapelle erweitert. Eine Außentenovierung fand zuletzt im Jahr 2014 und eine Innenrenovierung im Jahr 2017 statt.
In dem kleinen Kirchturm befinden sich heute auf engem Raum insgesamt fünf Bronzeglocken. Das Geläute zeichnet sich vor allem durch hohe Klangfreudigkeit und teils besonderen und historisch wertvollen Bestand aus. Die kleinste Glocke, welche der Gemeinde als Sterbeglocke dient und in der Regel nicht mit den anderen Glocken zusammen erklingt, wurde im späten Mittelalter gegossen und trägt das Sighartner Wappen. Sie stammt ursprünglich aus der ehemaligen Schlosskapelle in Leombach. Der wahre Schatz des Geläutes ist jedoch die größte Glocke. Ende des 15. Jahrhunderts von Meister Veit in Enns gegossen, läutete sie zunächst in der 1784 abgebrochenen Kirche Maria am Anger bei Enns, bis sie anschließend auch in den Steinhauser Glockenturm kam. Dort bildet sie seit jeher das Fundament des Geläutes. Des weiteren stammt Glocke 4 ebenfalls noch aus dem späten Mittelalter. Über ihre Herkunft ist nichts näher bekannt, wohlmöglich stammt diese Glocke noch aus der Vorgängerkirche in Steinhaus. Die übrigen beiden Glocken wurden erst nach dem 2. Weltkrieg als Ersatz für im Krieg abgegebene und verlorene Glocken neu gegossen. Sie stammen aus der Glockengießerei St. Florian und ergänzen den historischen Bestand harmonisch. Alle 5 Glocken hängen in einem Stahlglockenstuhl an Stahljochen.
GLOCKENDATEN:
Glocke 1: g‘, Meister Veit/Enns 1492, 840 kg, d= 1130 mm
Glocke 2: h‘, Glockengießerei St. Florian 1950, 302 kg, d= 800 mm
Glocke 3: d“, Glockengießerei St. Florian 1950, 180 kg, d= 660 mm
Glocke 4: e“, Lienhart Rännacher/Passau 1522, 100 kg, d= 570 mm
Glocke 5: cis‘‘‘, Lienhart Rännacher/Passau 1518, 40 kg, d= 380 mm
ABLAUF DES VIDEOS:
0:00 Intro mit Stundenschlag
0:37 Bilderpräsentation mit Vorstellung des historischen und modernen Bestands
0:54 historisches Plenum g' e'' cis'''
2:38 modernes Duett h' d''
4:35 Einzelglocken
4:50 Glocke 5 cis'''
6:58 Glocke 4 e"
9:04 Glocke 3 d"
11:24 Glocke 2 h'
13:56 Glocke 1 g'
17:00 Vollgeläute g' h' d'' e'' cis'''
Diese Aufnahme entstand gesondert. Ich bedanke mich ganz herzlich bei @NicoShelly für die Organisation und beim freundlichen Mesner für die Ermöglichung der Aufnahmen!