Sechs Tage auf der Schlei – mit meiner alten Kormoran unterwegs
Ahoi Wanderer
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Sechs Tage auf der Schlei – mit meiner alten Kormoran unterwegs
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Sechs Tage war ich mit meiner alten Kormoran auf der Schlei unterwegs. Ich wollte noch einmal ein paar Tage auf dem Wasser verbringen, draußen übernachten und die Gegend in Ruhe erkunden. Ohne festen Zeitplan, dafür mit genügend Zeit zum Segeln, Ankern und für die kleinen Dinge, die eine solche Tour ausmachen.
In dieser ersten Foto-Impression nehme ich euch mit auf die Reise von Schleimünde bis hinunter in den mittleren und südlichen Teil der Schlei.
Hinter Schleimünde suchte ich mir für die erste Nacht einen Ankerplatz in der Nähe des Strandes. Der Herbst zeigte sich dort zunächst von seiner eher ungemütlichen Seite. Es war diesig, kalt und Regen angekündigt. Also baute ich meine Zeltplane als provisorisches Dach über der Jolle auf und machte es mir im Schlafsack so gemütlich wie möglich. Am nächsten Morgen war alles nass, und ich wechselte zunächst die Seite der Schlei, um in Maasholm vor Anker zu gehen.
Das Leben an Bord ist auf einer kleinen Jolle ziemlich einfach. Meine Vorräte verstaue ich in der Bilge unter den Bodenbrettern. Zum Essen mache ich es mir meist auf dem großen Heck bequem, wo mein kleiner Gaskocher einen guten Platz findet. So kann ich auch unterwegs vernünftig kochen, ohne viel Ausrüstung mitnehmen zu müssen.
Mit dem passenden Wind ging es anschließend wieder in die Schlei hinein. Ich segelte durch Kappeln und später durch Lindaunis. An den Brücken muss man sich nach den Öffnungszeiten richten, aber auf einer solchen Reise habe ich es nicht eilig. Wenn ich warten muss, segle ich eben langsamer oder nutze die Zeit für eine Pause.
Unterwegs blieb immer wieder Gelegenheit, die Ufer vom Wasser aus anzuschauen. In Sieseby machte ich eine kleine Pause, und bei Missunde steuerte ich einen meiner liebsten Plätze an: die kleine Insel, die ich für mich die Geierinsel nenne. Dort leben viele Vögel, darunter zahlreiche Kormorane und Gänse. Tagsüber ist es ein schöner Ort inmitten der Landschaft, nachts hört man die Tiere oft schon, bevor man sie überhaupt sehen kann.
Bei sonnigem Herbstwetter und fast 20 Grad war es dort besonders schön. Ich konnte draußen sitzen, meine Mahlzeiten zubereiten und die Zeit genießen. Auch die Übernachtungen gehören für mich zum Jollenwandern dazu: ein kleines Lagerfeuer, etwas Licht in der Jolle und ein Moskitonetz, wenn die Mücken allzu lästig werden.
Später wurde der Wind kräftiger. Mit gerefften Segeln suchte ich mir einen geschützten Platz hinter einer Baumreihe, statt weiter in Richtung Schleswig zu fahren. Als der Wind schließlich drehte, ging es wieder zurück in Richtung Missunde.
Nicht jede Nacht war so mild und trocken. Es gab Regen, feuchte Schlafsachen und später auch eine richtig kalte Herbstnacht. Aber gerade dieser Wechsel gehört zu einer Reise mit einer offenen Jolle dazu. Man macht es sich mit dem gemütlich, was man dabeihat, passt sich dem Wetter an und freut sich umso mehr über die schönen Stunden draußen.
Den Abschluss bildete ein stiller Morgen bei Arnis. Das Wasser lag glatt, Nebel hing über der Landschaft, und überall waren Wasservögel unterwegs. Weil kaum Wind aufkam, paddelte ich schließlich hinaus auf die Schlei. Nur ein anderer Segler war zu sehen, und die ganze Umgebung wirkte beinahe geräuschlos.
Dieses Video zeigt eine Auswahl an Fotos von diesen sechs Tagen auf der Schlei. Nach dem kurzen gesprochenen Einstieg begleiten euch die Bilder mit dezenter Musik durch die Reise – ohne weiteren Kommentar.
Die ausführlichen Reiseberichte mit den Erlebnissen und Geschichten von unterwegs folgen in weiteren Videos.
Viel Spaß beim Anschauen!
Ahoi und bis zum nächsten Abenteuer!
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