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Ochseninseln Flensburger Förde

Alfreds Luftaufnahmen

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Ochseninseln Flensburger Förde

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Alfreds Luftaufnahmen
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Die Ochseninseln (dänisch Okseøer) sind zwei kleine dänische Inseln in der Flensburger Förde vor dem Ort Sønderhav. Die Große Ochseninsel (dänisch Store Okseø) war bei einer Größe von 11 ha bis 2016 von drei ständigen Einwohnern bewohnt und ist seither verlassen, die Kleine Ochseninsel (dän: Lille Okseø) ist schon lange unbewohnt. Beide Inseln gehören zum Kirchspiel Holebüll (Holbøl Sogn in der Harde Lundtoft Herred (Åbenrå Amt)), ab 1970 zur Kommune Bov (dt. Bau) im Sønderjyllands Amt, die seit der dänischen Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der Aabenraa Kommune in der Region Syddanmark aufgegangen ist. Die Inseln befinden sich in Sichtweite verschiedener Bereiche der Stadt Flensburg. Die Inseln sind insbesondere vom Ostseebad und vom Mürwiker Stadtbezirk und Strandbad Solitüde zu sehen. Des Weiteren sind sie von Meierwik, von Glücksburg (Ostsee) sowie Holnis aus zu erkennen. Die große Ochseninsel (Store Okseø) seit dem 18. Jahrhundert Zu Beginn des 18. Jahrhunderts soll auf der großen Ochseninsel Bootsbau betrieben worden sein. Die Bewohner der Insel lebten zudem bis zur Sturmflut im Jahre 1872 von der Landwirtschaft und der Fischerei. Im Jahre 1830 wurde die Insel von Gut „Frueskov“ gekauft, welches östlich von Sønderhav liegt. 1845 kaufte der Bootsbauer Lorenz Issack die Insel. Über mehrere Generationen wurde durch die Familie Issack Bootsbau betrieben, so wurden u. a. Klinkerjollen für den Fischfang und als Yachtdingies gebaut, mehrere Grönlandkutter, nordische Folke- und Juniorboote, Drachen und kleinere Segel- und Motoryachten bis 11 m. In den 1970er Jahren waren auf der Insel vier Bootsbauer aktiv; Christian Isaack, Hans Isaack, Hans-Christian Isaack und später auch Bent Isaack, welcher noch heute als Bootsbauer zusammen mit seinem Sohn Christian in Egernsund tätig ist. 1982 verkaufte Familie Issack die Insel, welche nun im Besitz des Umweltministeriums, der Region Syddanmark und der Kommune Aabenraa ist. Krankheitsbedingt mussten Hans-Christian Isaack (gest. Dezember 2002) und dessen Frau Merete die Insel im Herbst 2002 aufgeben und das Pachtverhältnis auflösen. Bei einem mittleren Unwetter um das Jahr 1985 herum löste eine schwache Wind- bzw. Wasserhose der Stufe F0/F1 auf der Fujita-Skala einen kleinen Erdrutsch an der Südseite der Großen Ochseninsel aus, wobei ein Teil der dort befindlichen Steilküste in die Flensburger Förde abgetragen wurde. Extreme Wetterverhältnisse im Februar 2010 sorgten für Versorgungsengpässe für Mensch und Tier. Nachdem die Insel 14 Tage wegen Eis und Dauerfrost von der Außenwelt abgeschnitten war, half das Sonwiker Wasserflugunternehmen Clipper Aviation, eine Luftbrücke – die erste in der deutsch-dänischen Geschichte – aufzubauen und den Notstand zu beheben. Dänemarks staatliche Naturbehörde, Naturstyrelsen, verpachtete 2004 die Große Ochseninsel für 25 Jahre an eine einst fünfköpfige, deutsche Pächtergemeinschaft. Doch schon nach 12 Jahren gaben sie die Bewirtschaftung auf. 2016 verließ der letzte Pächter die Insel, da der Fährbetrieb zuvor von einem Mitpächter eingestellt wurde. Auch wenn der Verpächter daraufhin den Pachtvertrag aufkündigte, ist das Eiland weiterhin öffentlich zugänglich. Die kleine Ochseninsel (Lille Okseø) seit dem 19. Jahrhundert Lille Okseø Um 1800 wurde auf der kleinen Ochseninsel eine Gaststätte errichtet, die im Sommer geöffnet hatte und von zahlreichen Gästen besucht wurde. Am 13. November 1872 zerstörte eine Sturmflut alle Gebäude der Insel, die Gaststätte wurde schließlich zwangsversteigert. 1881 gelangte die Insel an den Rechtsanwalt und Notar Emil Ebsen aus Flensburg, der die Insel zu seinem Sommerdomizil mit Park umgestaltete und zahlreiche Wege mit Bänken, sowie Vasen und Skulpturen aus der Antike, anlegte. Im Jahre 1919 kaufte Rigmor Bardram Mayer die Insel und verkaufte sie 1933 an den dänischen Staat. 1963 erwarb die Lehrvereinigung Kopenhagen die Insel und errichtete dort ein Schullandheim. Der Park ist heute verschwunden, die Insel ist verwildert. (Quelle: Wikipedia)