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Wolf Biermann über Panik, Musik und verlorene Feinde

Gin And Talk

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Wolf Biermann über Panik, Musik und verlorene Feinde

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Wolf Biermann im Interview bei Gin And Talk: Der Liedermacher und Dichter spricht mit Daniel Fürg über seine Kindheit in Hamburg, die DDR, seine Ausbürgerung 1976 und die Frage, warum Panik ein Luxus ist. Biermann, geboren 1936 als Sohn eines jüdischen Kommunisten, verlor seinen Vater in Auschwitz und überlebte als Sechsjähriger den Feuersturm von Hamburg 1943. Im Gespräch erzählt er, warum in jener Bombennacht kein einziges Kind weinte und welche Lehre er daraus für unsere Gegenwart zieht. Er berichtet von seiner Mutter Emma, die ihm Schubert, Arbeiterlieder und plattdeutsche Lieder beibrachte, von der einzigen Begegnung mit seinem Vater im Gefangenenlager und davon, wie er 1953 aus Überzeugung in die DDR ging. Am Berliner Ensemble wurde er zum Brechtianer, später zu einem der bekanntesten Kritiker des SED-Regimes. Biermann spricht offen über die Orientierungslosigkeit nach der Ausbürgerung aus der DDR, über den Verlust seiner „treuen Feinde“ und über seinen späten Bruch mit dem Kommunismus. Außerdem geht es um Bertolt Brecht und seine Kinderhymne, um Hegel, den Begriff Heimat, den neuen Dokumentarfilm „Biermann“ und darum, warum Nachrichtenflut und Empörung kein Ersatz für Handeln sind. Ein persönliches Gespräch über deutsch-deutsche Geschichte, Musik, Mut und Demokratie mit einem der prägenden Künstler der Nachkriegszeit. Gin And Talk ist der Interview-Podcast von Daniel Fürg mit Autorinnen und Autoren, Künstlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Alle Episoden gibt es auch bei Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt. Folge Gin And Talk bei Spotify: https://48f.de/gat Folge uns bei Instagram:   / ginandtalk   Mehr Podcasts gibt es auf: https://48forward.com