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MASCHA KALÉKO - LETZTES LIED

LYRIK_MUSIK #литературфорум

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MASCHA KALÉKO - LETZTES LIED

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Dichtung von Mascha Kaléko / Rezitation: Fritz Stavenhagen / Anmerkung: »Man braucht nur eine Insel, Allein im weiten Meer, Man braucht nur einen Menschen, den aber braucht man sehr.« (M.Kaléko) Ich werde fortgehn, Kind. Doch Du sollst leben Und heiter sein. In meinem jungen Herzen Brannte das goldne Licht. Das hab ich Dir gegeben, Und nun verlöschen meine Abendkerzen. Das Fest ist aus, der Geigenton verklungen, Gesprochen ist das allerletzte Wort. Bald schweigt auch sie, die dieses Lied gesungen. Sing Du es weiter, Kind, denn ich muss fort. Den Becher trank ich leer, in raschem Zug Und weiß, wer davon kostete, muss sterben … Du aber, Kind, sollst nur das Leuchten erben Und all den Segen, den es in sich trug: Mir war das Leben wie ein Wunderbaum, von dem in Sommernächten Psalmen tönen. – Nun sind die Tage wie geträumter Traum; Und alle meine Nächte, alle – Tränen. Ich war so froh. Mein Herz war so bereit. Und Gott war gut. Nun nimmt er alle Gaben. In Deiner Seele, Kind, kommt einst die Zeit, soll, was ich nicht gelebt, Erfüllung haben. Ich werde still sein, doch mein Lied geht weiter. Gib Du ihm deinen klaren, reinen Ton. Du sei ein großer Mann, mein kleiner Sohn. Ich bin so müde – aber Du sei heiter. Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_... https://www.maschakaleko.com/ https://www.fembio.org/biographie.php...