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Schwedt: 24 Dinge über den gefürchtetsten Ort der NVA – und warum alle still wurden

Bei der Fahne

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Schwedt: 24 Dinge über den gefürchtetsten Ort der NVA – und warum alle still wurden

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Bei der Fahne
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„Ab nach Schwedt!“ – kaum ein Wehrpflichtiger in der DDR hat diesen Satz nicht gehört. Für Tausende wurde er wahr: Militärgefängnis, Strafarrest und ab 1982 der „Dienst in der Disziplinareinheit“, verhängt ohne Richter und am Ende nicht als Wehrdienst angerechnet. 24 Dinge über den gefürchtetsten Ort der Armee: vom Paragraphen über die unerlaubte Entfernung bis zur Tafel am Zaun – und warum fast alle, die zurückkamen, geschwiegen haben. KAPITEL 00:00 Einleitung 02:15 Nr. 1 – Eine Stadt als Drohung 04:17 Punkt 2 – Ihr habt uns korrigiert 07:51 Nr. 3 – Ein Tag und eine Nacht 10:35 Nr. 4 – Der Bau 12:56 Punkt 5 – Die Tage, die hinten wieder drankommen 15:07 Nr. 6 – Ein Tag zu spät, sechs Wochen 17:21 Punkt 7 – Zwei Wege mit Richter 19:50 Nr. 8 – Eine Strafe, die Dienst hieß 23:12 Punkt 9 – Ein Abend, ein Brief, ein Satz 26:57 Nr. 10 – Wer an der Oder einsaß 30:58 Punkt 11 – Die Fahrt 32:20 Nr. 12 – Stillgestanden, Blick zur Flamme 35:04 Punkt 13 – Sechzehn Stunden 37:41 Nr. 14 – Arbeit für die Volkswirtschaft 40:05 Punkt 15 – Der Zweck 42:14 Nr. 16 – Die Mumpe 44:20 Punkt 17 – Der Karton auf dem Küchenschrank 45:59 Nr. 18 – Die Männer auf beiden Seiten der Tür 48:06 Punkt 19 – Die Akten, die fehlen 49:42 Nr. 20 – Gulag oder Gespenst? 52:20 Punkt 21 – Die Unterschrift 54:52 Nr. 22 – Die Männer am Tor 57:38 Punkt 23 – Das letzte halbe Jahr 1:00:37 Nr. 24 – Die Tafel am Zaun Hinweis: „Jens“, seine Mutter „Christa“, „Petra“ und „Sabine“ sind zusammengesetzte Figuren aus veröffentlichten Berichten ehemaliger Gefangener, aus Studien und aus euren Kommentaren. Das Antwortschreiben auf Christas Eingabe ist eine Nachbildung. Alle anderen Personen, Zitate, Gesetzestexte und Zahlen sind belegt (siehe Quellen). Kommentare von Zuschauern geben wir sinngemäß und ohne Namen wieder. Danke an EK 86/II und an alle, die uns unter der ersten Folge korrigiert und ihre eigene Geschichte erzählt haben. Ohne euch gäbe es diese Folge nicht. QUELLEN Rüdiger Wenzke: Ab nach Schwedt! Die Geschichte des DDR-Militärstrafvollzugs. Ch. Links, Berlin 2011. Rüdiger Wenzke: Vom Straflager zum NVA-Knast. Dokumente zur Geschichte des DDR-Militärstrafvollzugs. Ch. Links, Berlin 2024. Arno Polzin: Mythos Schwedt. DDR-Militärstrafvollzug und NVA-Disziplinareinheit aus dem Blick der Staatssicherheit. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2018 (BStU, Analysen und Dokumente 49); Vorstellung durch das Bundesarchiv. Torsten Dressler: Stillgestanden – Blick zur Flamme. Das DDR-Militärstrafgefängnis und die NVA-Disziplinareinheit in Schwedt/Oder 1968–1990. Westkreuz-Verlag 2013; Bericht über seinen Vortrag in der Gedenkbibliothek Berlin, 22.07.2014. Stefan Wachtel: Delikt 220. Bestimmungsort Schwedt. Gefängnistagebuch. Greifenverlag, Rudolstadt 1991. Reinhard Joksch, Stefan Starina: Wer dort war, schweigt. Das DDR-Militärgefängnis Schwedt zwischen Mythos und Wahrheit (Film, 2012, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur). Andreas Förster: Das Schweigen von Schwedt. Berliner Zeitung, 25.03.2011. Nordkurier: Mythos Schwedt – wie der Name einer Stadt allen Soldaten Angst machte, 10.04.2023; Matthias Bruck: Sechs Wochen Knast wegen eines Augenblicks der Nächstenliebe, 02.06.2015. Landtag Brandenburg: Rede der Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke in Schwedt, 09.11.2022; Pressemitteilungen vom 09.11.2022 und 16.05.2023; Ausstellung „NVA-Soldaten hinter Gittern. Der Armeeknast Schwedt als Ort der Repression“ (2023). Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur: „Vom Ende eines Schreckens“, Veranstaltung in Schwedt, 25.09.2021. Falk Bersch, Hans Hermann Dirksen: „Nie wieder nach Berndshof!“ Deutschland Archiv, Bundeszentrale für politische Bildung, 18.06.2015. Strafgesetzbuch der DDR (§§ 220, 252–257) mit den Änderungen vom 07.04.1977, 28.06.1979 und 29.06.1990. Bundesregierung: Amnestie – Freilassung der ersten politischen Häftlinge (Rückblick auf Dezember 1989). Deutschlandfunk: Feature „Stillgestanden – Blick zur Flamme“, 12.07.2014 (zitiert nach dem Vortragsbericht). Weitere Quellen im angehefteten Kommentar. BILDNACHWEIS Historische Fotos: Bundesarchiv (CC BY-SA 3.0 DE) und Wikimedia Commons (gemeinfrei bzw. CC BY/CC BY-SA). Vollständige Liste mit Fotografen und Lizenzen im angehefteten Kommentar. Einige Szenen (Jens bei der Ankunft, seine Mutter in der Küche, die Gaststätte, der Lastwagen, die Unterschrift, die Führung am Zaun) sind mit KI erstellte Nachbildungen ohne reale Personen. Von der Dunkelzelle und vom Alltag hinter dem Zaun zeigen wir bewusst keine nachgestellten Bilder. In welcher Einheit warst du, und in welchen Jahren? Was gab es bei euch für eine kurze UE – Arrest, Ausgangssperre oder Glück? Und kanntest du einen, der aus Schwedt zurückkam? Hat er erzählt, oder hat er geschwiegen?