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Winter in Sassnitz: Sherlock Holmes - Erholung an der Ostsee

A. Nachtfall

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Winter in Sassnitz: Sherlock Holmes - Erholung an der Ostsee

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A. Nachtfall
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An einem kalten Dezembermorgen in der Baker Street lag Sherlock Holmes erschöpft im Sessel, die Pfeife erloschen, und Watson bestand darauf, dass er für zwei Wochen an einen stillen Ort reise, an dem ihn niemand stören würde. So fuhren sie über Stralsund mit dem Dampfer nach Sassnitz auf Rügen, wo die weißen Kreidefelsen aus der Dämmerung traten und der Wind über das Deck strich. In der Pension Brandt — einem schmalen Haus mit grünen Fensterläden und einer Wirtin, die jeden Gegenstand mit den Augen berührte — nahmen sie Quartier und begegneten zwei englischen Gästen: dem schweigsamen Henry Ellis und dem heiteren Charles Reid. Als Ellis eines Abends nicht zum Essen erschien und in seinem Zimmer nur eine Pfeife und ein Zettel zurückblieben, begann Holmes, den Frost und die Spuren zu lesen. Auf dem Weg zur Kante lag ein sorgfältig hingelegter Schal, der geschnitten und nicht gerissen war. Die Spur eines Handkarrens mit gebrochenem Rad, eine abgerissene Uhrkette und ein Junge, der für vier Groschen eine Depesche nach Sagard getragen hatte. Zwei Tage später standen Holmes und Watson wieder auf der Kante, der Frost weiß auf den Halmen, und Holmes gestand, dass die reinere Luft ihm gutgetan hatte, obwohl er bereits wieder bereit war zu arbeiten. Alexander Nachtfall erinnert mit dieser Erzählung seine Zuhörer und sich selbst daran, wie wichtig die Erholung ist. Text, Vertonung und Videoreihe sind alles Früchte der Autorenarbeit, deshalb erlaube ich als Autor nicht, sie zu kopieren.