Перейти к содержимому

Pontifikalamt im Kölner Dom am 04.10.2026

DOMRADIO

0:00 / 0:00

Pontifikalamt im Kölner Dom am 04.10.2026

5 925 просмотров · Трансляция закончилась 1 день назад
DOMRADIO
35,8 тыс. подписчиков
5 925 просмотров · Трансляция закончилась 1 день назад
DOMRADIO.DE übertrug am 27. Sonntag im Jahreskreis aus dem Kölner Dom das Pontifikalamt mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zum 50-jährigen Bestehen der weltkirchliche Zusammenarbeit im Erzbistum Köln. Kardinal Woelki stellte seine Predigt zunächst in den Zusammenhang des Erntedankfestes. An diesem Tag werde für Früchte, Brot und andere Gaben der Schöpfung gedankt. Im Kölner Dom komme an diesem Sonntag jedoch ein weiterer Grund zum Dank hinzu: 50 Jahre weltkirchliche Zusammenarbeit im Erzbistum Köln. Woelki erinnerte zunächst an das Zweite Vatikanische Konzil. Dieses habe betont, dass Bischöfe nicht nur Verantwortung für ihre eigene Diözese trügen, sondern auch für die Kirche in der Welt. Daraus erwachse eine Gemeinschaft der Ortskirchen, in der sie ihre Nöte miteinander teilten und einander unterstützten. Ziel sei, dass die ganze Diözese "missionarisch" werde. Im Erzbistum Köln habe diese weltkirchliche Verantwortung bereits vor dem Konzil Gestalt angenommen. Woelki verwies auf die seit 1954 bestehende Gebets- und Hilfsgemeinschaft mit dem Erzbistum Tokio und auf das seit 1955 bestehende Engagement für die Kirchen in Nordeuropa. 1976 habe Joseph Kardinal Höffner die damalige Hauptabteilung Weltkirche-Weltmission im Generalvikariat gegründet. Heute sei der Bereich Weltkirche und Dialog in mehr als 100 Ländern tätig. Allein 2025 seien mehr als 20 Millionen Euro in Projekte auf verschiedenen Kontinenten und in Krisen- und Kriegsgebieten geflossen. Doch Woelki stellte nicht die finanzielle Hilfe ins Zentrum. Weltkirchliche Arbeit lebe von Begegnung, gegenseitiger Unterstützung, dem Lernen voneinander und vor allem vom gemeinsamen Gebet. Die Partner in anderen Ländern seien "keine Fremden", sagte Woelki. "Eigentlich waren sie es nie." Der Grund dafür liege im gemeinsamen Glauben: Christen hätten einen Vater, zu dem sie gemeinsam das Vaterunser beteten, einen Herrn Jesus Christus und mit Maria eine gemeinsame Mutter. Sie seien Glieder des einen Leibes Christi und bildeten gemeinsam die Kirche. Woelki verglich diese Gemeinschaft mit der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem. Von ihr heiße es in der Apostelgeschichte, die Gläubigen hätten an der Lehre der Apostel, an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten festgehalten. Sie seien "ein Herz und eine Seele" gewesen. Diese Beschreibung müsse auch für die Beziehung zwischen Köln und seinen Partnerkirchen gelten. Unabhängig davon, ob Eucharistie in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa oder Köln gefeiert werde, werde dasselbe Brot gebrochen und derselbe Leib Christi empfangen. Auch im Gebet bestehe diese Verbindung über Ländergrenzen hinweg. Der Kardinal bezeichnete 50 Jahre weltkirchliches Engagement deshalb als "eine riesige Brücke hinein in die Welt". Diese Brücke sei "keine Einbahnstraße". Köln teile materielle und geistliche Güter mit anderen Ortskirchen und empfange zugleich selbst von ihnen. Woelki berichtete von seinen Besuchen in der Weltkirche und von dem, was er dort erfahren habe. Zu den Geschenken, die er von Partnerkirchen erhalten habe, zählte er "Freude, Glaube, Hoffnung". Gerade darin habe er erlebt, wie reich Kirchen sein könnten, auch wenn ihre materiellen Möglichkeiten geringer seien. Woelki führte die weltkirchliche Gemeinschaft schließlich auf die Beziehung zu Gott zurück. Wenn Menschen ihre Herzen füreinander öffneten, öffneten sie sich zugleich für Gott. Und Gott schenke nicht nur etwas, sondern sich selbst. Er sei der Reichtum, der das menschliche Herz erfüllen könne. Als Vorbild nannte der Kardinal Maria. Sie habe ihr Herz für Gott und für die Menschen geöffnet. Woelki bat darum, dass auch die Gläubigen ihre Herzen füreinander offenhalten. Zum Schluss griff er noch einmal das Bild der Brücke auf. Seit mehr als einem halben Jahrhundert habe Gott zwischen Köln und den Partnerkirchen eine "Brücke helfender Liebe" gebaut und immer weiter gefestigt. Diese Verbindung solle auch künftig Bestand haben und die Kirchen enger zusammenführen. Ziel sei eine Gemeinschaft, von der wie von der Urgemeinde gesagt werden könne: "Sie sind ein Herz und eine Seele." Das Jubiläum wurde auch im Gottesdienst selbst als Begegnung sichtbar. Bei der musikalischen Gestaltung wirkten neben Domkantorei und Domkapelle der Pfarr-Cäcilien-Chor St. Laurentius aus Mondorf und Schülerinnen der Father Gulik Girl’s Secondary School aus Uradi in Kenia mit. Die Messe "J.O.Y. – Journey Over Years" verbindet europäische und kenianische musikalische Erfahrungen und entstand aus der Partnerschaft zwischen den Gemeinden St. Laurentius in Mondorf und St. Lawrence in Uradi. Auch die Internationalen Missionen des Erzbistums waren in die Gabenprozession eingebunden.