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Mein Jakobsweg: Esslingen - Denkendorf - Unterensingen

Markus T. - Der Waldläufer

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Mein Jakobsweg: Esslingen - Denkendorf - Unterensingen

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Markus T. - Der Waldläufer
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Mein Tag auf dem Pilgerweg beginnt in aller Frühe hoch über den Dächern von Esslingen im kühlen Schurwald. Ein Tag voller Kontraste: Vom goldenen Morgenlicht an der Burg über glühende Hitze auf den Fildern bis hin zu dichten Waldpfaden. Mein Weg & die Impressionen: Sonnenaufgang oberhalb der Burg Esslingen: Zeitweise steil führt der Pfad über Tau benetzte Wiesen, vorbei an St. Bernhardt hinunter zur Esslinger Burg mit ihrem „Dicken Turm“. Auf dem Kanonenbuckel oberhalb des Apothekergartens lege ich eine Rast ein – der phänomenale Ausblick über das Fils- und Neckartal im ersten Sonnenlicht zeigt mir beeindruckend, was heute noch vor mir liegt! Altstadt-Charm & Infrastruktur-Gedanken: Unten in Esslingen schlendere ich gemächlich durch die historische Altstadt mit ihren prachtvollen Fachwerkhäusern. Über die Agnesbrücke geht es vorbei an „Klein-Venedig“. Ein skurriler Blick am Rande: Drei direkt ineinander übergehende Brücken über Gleise, Neckar und B10 zeigen drei völlig unterschiedliche Sanierungszustände – von modern bis gefühlt einsturzgefährdet. Ein Anblick, der zum Nachdenken anregt. Kann das nicht in einem Zug gemacht werden? NEIN: Kompetenzrangelei oder Desinteresse! Schweißtreibender Aufstieg zum Zollberg: Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht, denn der Anstieg zum Zollberg zieht sich ordentlich. Über den „Oberen Eisbergweg“ und den „Esslinger Höhenweg“ erreiche ich schließlich Bergheim. Völlig schweißnass tut die Erfrischung an einem Brunnen am Ortseingang richtig gut! Nach einer Rast kosten die ersten fünf Minuten wie immer Überwindung, bis die Gelenke wieder geschmeidig laufen. Gluthitze auf den Fildern: Bei drückenden 29 Grad und ohne jeden Schatten über die offenen Fildern zu marschieren, verlangt mir alles ab. Doch Besäße der Mensch Beharrlichkeit, fast nichts wäre ihm unmöglich – also einfach geh’n, immer weiter geh’n! Abkühlung im Wald & ausgetrockneter Bach: Endlich tauche ich unter der A8 durch wieder in den kühleren Bereich von Streuobstwiesen und dann in den kühlen Schatten des Waldes ein. Entlang einer "Downhillrennstrecke für akkubetriebene Fahrräder" folge ich schmalen Pfaden in Richtung Sauhag und Rübholz. Einziger Dämpfer des Tages: Der Dittelbach, an dem ich mein Trinkwasser auffüllen wollte, ist komplett ausgetrocknet – wieder nix mit einem kühlem Bad! Fazit: Ein fordernder, extrem ehrlicher Pilgertag mit kühlem Beginn und schweißtreibendem Finale. Morgen geht’s weiter! 🥾☀️🏰