UNTERSCHÄCHEN: (CH - UR) Geläute der Pfarrkirche St. Theodul
Niklausglocke
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UNTERSCHÄCHEN: (CH - UR) Geläute der Pfarrkirche St. Theodul
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Niklausglocke
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Es läuten die vier Glocken der Pfarrkirche St. Thedoul in Unterschächen, Kanton Uri.
Stimmung: fis' a' h' d''
Giesser: Karl Czudnochowsky, Erding
Gussjahr: 1960
Wer den Klausenpass befährt, der die Kantone Uri und Glarus miteinander verbindet, passiert unweigerlich die hoch über Unterschächen thronende Pfarrkirche St. Theodul. Neben ihrer exponierten Lage zeichnet sich die schmucke Kirche im hintersten Schächtental durch eine besondere klangliche Ausstattung aus: Ihr Geläut wurde von Karl Czudnochowsky aus Erding gefertigt. Die ursprüngliche Anlage mit ihrem originalen Stahlglockenstuhl verleiht dem Bauwerk eine zusätzliche kulturhistorische Bedeutung und macht es besonders sehenswert.
Wahrscheinlich um 1500 wurde von der Familie Kuon auf dem Bielhügel eine bescheidene St.-Joder-Kapelle gestiftet. Darin befand sich der berühmte Schnitzaltar von 1521, der heute im Landesmuseum in Zürich ist.
1681 wurde die heutige Kirche erstellt. Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte am 19. Mai 1681 und bereits am 26. November desselben Jahres wurde die Kirche von Johann Kaspar Stadler, Pfarrer von Altdorf, eingesegnet.
Am 9. Oktober 1684 erfolgte die feierliche Einweihung durch Weihbischof Georg Sigismund Müller von Konstanz. Am 23. Oktober 1687 erhielt das neue Gotteshaus durch die Abkurung von Spiringen den Rang einer Pfarrkirche.
1779 wurde die Kirche aussen und innen renoviert. Die Stukkatur-Arbeiten sind von Jakob Scharpf und Anton Patz aus Tirol, die Fresken vom Tiroler Maler Joseph Antoni Schuler.
Das zu klein gewordene Gotteshaus wurde 1884 durch Verlängerung des Kirchenschiffes um einen Drittel erweitert. Der felsige, holprige Friedhof wurde ausgeebnet und vergrössert. Bei der Innenrenovation 1904 wurden die Fresken durch die Künstler August Müller aus München und Josef Heimgartner aus Erstfeld übermalt. Im Weiteren wurden die Altäre durch neue ersetzt und die alten Altäre wurden bis 1971 im Historischen Museum in Altdorf aufbewahrt.
In den Jahren 1971-1972 fand eine umfassende Restauration, verbunden mit der bergseitigen Ausweitung des Schiffes samt neuer Sakristei statt. Dabei wurde das Gotteshaus von den späteren Eingriffen purifiziert und die Ausstattung wieder wie vor 1904 hergestellt. Die festliche Einweihung war am Dreikönigstag 1973 durch Bischof Dr. Johannes Vonderach.
Ein recht herzliches Dankeschön gilt hiermit dem Kirchenrat von Unterschächen sowie der Sakristanin für die ausführliche Ermöglichung der Aufnahmen!